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Rottweil Ausweg für Kinderbetreuungs-Engpass?

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Foto: nadezhda1906 – stock.adobe.com

Rottweil - Der Stadt Rottweil droht ein Engpass bei der Kinderbetreuung. Jetzt gibt es einen Ausweg: das Gebäude der ehemaligen Edith-Stein-Schule. Dort könnten ziemlich schnell weitere Kindergarten- und Krippenplätze entstehen. Was alles geplant, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Der Stadt Rottweil droht ein Engpass bei der Kinderbetreuung. Jetzt gibt es einen Ausweg: das Gebäude der ehemaligen Edith-Stein-Schule. Dort könnten ziemlich schnell weitere Kindergarten- und Krippenplätze entstehen.

Es ist ein Markenzeichen der Stadt: das breite Betreuungsangebot für Kinder. Doch zuletzt ist es zu einem Problem geworden. Der Bedarf der Eltern, ihre Kinder in die Krippe und den Kindergarten zu geben, wurde immer größer. Der Platz in den Einrichtungen daher knapp. Nun droht ein Engpass, unter anderem da immer mehr Eltern ihre unter dreijährigen Sprösslinge in die Betreuung geben (die Quote liegt inzwischen bei 63 Prozent) und der Einschulungsstichtag vorgezogen wurde.

Jeweils zwei Krippengruppen und Kiga-Gruppen

Noch vor der Sommerpause war das Thema im Gemeinderat heiß diskutiert worden. Dabei sicherte Bürgermeister Christian Ruf den Räten zu, man habe bereits Liegenschaften im Blick, um die Situation zu entspannen. Unsere Zeitung blieb an dem Thema dran. Jetzt lässt Ruf auf unsere Nachfrage die Katze aus dem Sack. In der früheren Edith-Stein-Schule in der Johanniterstraße sollen ziemlich schnell jeweils zwei Krippengruppen und Kiga-Gruppen entstehen.

Die Stadt hat das Gebäude für einen knapp siebenstelligen Betrag gekauft, die Tinte unter den Verträgen - bisherige Eigentümerin war der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart  - ist gerade trocken geworden.

Das ist vorgesehen:

Kinderkrippen

Im Untergeschoss sollen zwei Krippengruppen entstehen. 20 Kinder können betreut werden. Es sind noch ergänzende Bauarbeiten notwendig. Bis zum Jahresende sollen die Gruppen eröffnet werden.

Kindergarten

Im Erdgeschoss wird Platz für zwei Ü-3-Gruppen geschaffen. Insgesamt können 50 Kinder aufgenommen werden. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kommunalverbands für Jugend und Soziales (KVJS) - er definiert die Mindestanforderungen - könnte bereits im Sommer mit der Belegung begonnen werden. Das Quartier steht zunächst bis Pfingsten kommenden Jahres zur Verfügung, denn für rund 12 bis 15 Monate wird der Platz für die Achert-Schule gebraucht.n

Ausweichquartier

Die Achert-Schule wird für rund vier Millionen Euro saniert. Um die Schüler während der Sanierungsphase nicht in Container unterbringen zu müssen und um Kosten zu sparen - die Containerlösung würde eine halbe Million Euro verschlingen - sollen die Kinder und Jugendlichen in den Klassenräumen im Erdgeschoss der früheren Edith-Stein-Schule interimsweise untergebracht werden. Parallel zum Krippenbetrieb. Danach stünden die Räume endgültig für die Kindergartengruppen zur Verfügung.

VHS

Auch die Volkshochschule hat Sorgen. Aufgrund der gültigen Coronaverordnung des Landes dürfen Kurse nicht mehr wie bisher in Klassenzimmern der Rottweiler Schulen stattfinden. Sollte es mit dem Kindergarten - also mit der Kinderbetreuung für ab Dreijährige in den Räumen im Erdgeschoss - ab Sommer nicht klappen, könnte die VHS die Räume benutzen. Bis eben die Achert-Schule den Platz benötigt.

Investitionen von 400.000 Euro

"Wir hätten das Haus auch zweifach belegen können", sagt Bürgermeister Ruf. In den nächsten zwei bis drei Jahren sind Investitionen von 400.000 Euro geplant. Hinzu kommt das Geld, das ausgegeben werden muss, um die Einrichtungen kindertauglich zu machen. In dem Gebäude befindet sich auch eine Turnhalle, auf dem hinteren Teil des Grundstücks ein 1600 Quadratmeter großer Garten. Zudem gibt es 21 Stellplätze. "Optimal für unsere Belange", so Ruf.

Um auf die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen im U-3-Bereich gewappnet zu sein, unternimmt die Verwaltung laut Ruf weitere Anstrengungen. Weitere Krippengruppen sind geplant. Wo genau, das ist noch nicht spruchreif. Deswegen will Ruf sich dazu nicht äußern.

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