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Rottenburg Sieben neue Etagen bieten nun Platz

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Einen gebackenen Schlüssel gibt es vom Architekten zur Einweihung des Rathausanbaus. Foto: Baum Foto: Schwarzwälder Bote

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde nun der Anbau an das Rottenburger Rathaus festlich eingeweiht. 7,33 Millionen Euro hat das Projekt insgesamt gekostet.

Rottenburg. Für die Stadtverwaltung und die gesamte Stadt Rottenburg sei die Einweihung des Rathausanbaus ein "Festtag", sagte Oberbürgermeister Stephan Neher am Samstag beim Festakt im Innenhof des Rathauses. Zur Einweihung waren auch Landrat Joachim Walter sowie der Regierungspräsident Klaus Tappeser gekommen. Der evangelische Pfarrer Tilman Just-Deus und Dom­pfarrer Harald Kiebler segneten die Räume. Im Trauzimmer wurde auch ein gesegnetes Kreuz aufgehängt.

Die Stadtverwaltung präsentierte nach dem Eröffnungsfestakt den ganzen Tag über den Rathausanbau mit einem Tag der offenen Tür. Hier kamen große und auch kleine Bürger auf ihre Kosten. Die gesamte Bevölkerung war eingeladen, sich ein Bild zu machen von den gelungenen Räumen im Anbau und im gesamten Ensemble der Rathäuser.

Ein buntes Programm war auf die Beine gestellt worden, etwa mit einer Hausrallye für die kleinen Besucher oder für Familien. Hier konnten verschiedene Fragen beantwortet werden, etwa zum Parkscheinautomatenkonzept der Stadtverwaltung, zur Heizzentrale der Stadtwerke in der Alten Welt, zum neuen Trauzimmer oder zur Lagerung der Bebauungspläne. Wer hier mitmachte, konnte Preise gewinnen. Auch der Dreh am Glücksrad brachte den besonderen Kick. Im Trauzimmer gab es eine Baustellendokumentation zu sehen. Wer wollte, beteiligte sich an den Wasserspielen der Feuerwehr auf dem Parkdeck des Rathauses – die warmen Temperaturen ließen es jedenfalls zu. Es gab Führungen durch das neue Heizsystem im Gebäude Alte Welt, zudem konnte man selbst Entdecker spielen im neuen Rathaus, in dem auch das Landratsamt mit seinem Jugend- und Familienberatungszentrum untergekommen ist.

Das neue Trauzimmer wurde mit dem echten Brautpaar Stephanie Friedrichson und Dennis Brinkmann eingeweiht. Ein Fotoshooting mit Rosi, dem Maskottchen der Stadtwerke rundete den Nachmittag ab.

Zwei Jahre Bauzeit nahm die Fertigstellung des neuen Rathausanbaus in Anspruch, erklärte Oberbürgermeister Neher bei seiner Rückschau an der Einweihungsfeier.

Schön, hell und freundlich sind die neuen Räume geworden, geschlossen werde mit dem Anbau die Lücke zwischen dem historischen Hauptgebäude, dem Ordnungsamt und dem ehemaligen Altenwohnheim in der Oberen Gasse. Mit Zugängen auf verschiedenen Seiten und Ebenen schafft der Anbau eine barrierefreie Verbindung zwischen den verschiedenen Gebäudeelementen. Sieben neue Etagen bieten nun Platz für dringend benötigte neue Büros, zudem entstand ein Aufzug. Entstanden sind neben Büros auch Archiv- und Lagerräume für die Stadtverwaltung. Die beiden obersten Geschosse des Rathausanbaus wurden von der Jugend- und Familienberatung des Landkreises bezogen und bieten ab sofort ihre Arbeit und Beratung an.

Auch das Rechnungsprüfungsamt wird in den Anbau umziehen, ebenso das Stadtplanungsamt. Die freigewordenen Büros im Hauptbau schaffen mehr Platz für andere städtische Ämter. Auch das Ordnungsamt bekommt zusätzliche Räume im Anbau.

Architekt Ackermann überreichte der Verwaltung und OB Neher einen gebackenen Schlüssel aus Hefeteig, der natürlich den Zuschauern angeboten wurde. Am Nachmittag durften im Trauzimmer Stephanie Friedrichson und Dennis Brinkmann als erstes Brautpaar das weiße Band durchschneiden und damit war das Trauzimmer eingeweiht.

Vergessen war beim Eröffnungstag die schwierige Baustelle und auch das mehrmalige Nachkarten bei der Bausumme, die dann bei 7,33 Millionen Euro Stopp machte.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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