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Rottenburg Falsch entsorgter Müll macht Ärger

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Wenn die gelben Säcke falsch befüllt sind, werden sie vom Entsorgungsunternehmen nicht mitgenommen. Foto: Baum

Rottenburg - Höhere Kosten durch Müllentsorgung in Rottenburg schmälerten das Betriebsergebnis der Technischen Betriebe der Stadtwerke Rottenburg.

Der Jahresbericht der Technischen Betriebe (TB) schloss mit einem Verlust von 42.800 Euro ab. Im Jahr 2018 wurde noch ein Gewinn erzielt, dieser betrug damals 101.000 Euro.

Martin Beer als Leiter der Stadtwerke stellte den Jahresbericht der Technischen Betriebe in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vor und erklärte, dass die TB, die auch mit der Reinigung von Straßen und Plätzen in der Stadt betraut sind, nach der Abfuhr von Sperrmüll und gelbem Sack immer öfter hinterherräumen müssen. Dass diese Kosten an den TB hängenbleiben, sieht Beer eigentlich nicht ein. Dass die Müllentsorgung von der Stadt bezahlt werden muss, sei nur für die städtischen Mülleimer und die Reinigung der Straßen vorgesehen. Müll werde zunehmend zum Problem, so Beer. Die Kosten für die Müllentsorgung seien im Jahr 2018 um 20 Prozent angestiegen und betragen nun 107.000 Euro.

Einwegverpackungen problematisch

Es gehe auch um die rund 200 Mülleimer im Stadtgebiet, für deren Leerung die Technischen Betriebe der Stadtwerke verantwortlich seien. Hier werde immer öfter Hausmüll in den städtischen Mülltonnen entsorgt. Probleme bereiteten auch die Einwegverpackungen und die Coffee-to-go-Becher, die achtlos weggeworfen würden. Der Anteil der To-go-Verpackungen, zu denen neben Pappbechern auch Pizzaschachteln zählen, nehme dramatisch zu, genauso wie dies in anderen Städten zu beobachten sei.

Fehlentsorgungen bei Sperrmüll kommen Stadtwerke teuer zu stehen

Als Ärgernis wertet Beer auch die "Fehlentsorgung" bei der Sperrmüllsammlung oder dem gelben Sack. Da werde Holzmüll oder Metallschrott zum Sperrmüll gestellt, als Resultat werde dann dieser fehlentsorgte Müll nicht abgefahren und müsse von den Stadtwerken eingesammelt und entsorgt werden. Auch bei den gelben Säcken ließen die Müllentsorgungsunternehmen das zurück, was nicht der vorgeschriebenen Entsorgungsnorm entspricht. Im Prinzip wolle das Unternehmen damit erreichen, dass diejenigen, die den falschen Müll an die Straße gestellt haben, lernen und ihn wieder zurücknehmen. Dass dies aber nicht der Fall sei, zeige die Praxis, so Beer. "Die, die den Dreck dahin werfen, interessiert das gar nicht", so seine resignierte Bilanz. Letztendlich bleibe die Arbeit dann an den TB hängen und verursache Mehrkosten, welche die TB zu tragen haben. Das, was sie an Müll einsammeln, müssen sie auf eigene Rechnung bei der Abfallentsorgung in Dußlingen oder bei privaten Entsorgungsbetrieben entsorgen.

Unterm Strich fuhren die TB nun einen Verlust ein, da auch die Grünpflege mehr geworden sei und die Personalkosten stiegen. Beim Winterdienst musste weniger gestreut werden. Die Stadt setzt nach wie vor auf flüssiges Streusalz. Mit 328.000 Euro lagen die Kosten für den Winterdienst um 116.000 Euro niedriger als im Vorjahr. Geräumt und gestreut werden auch in diesem Winter nur Straßen der Priorität eins und zwei. Dies sind wichtige Durchfahrts- und Zubringerstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Zudem werden Risikostellen gestreut, etwa in Hanglagen. Die anderen Straßen werden geräumt, wenn die Schneedecke zehn Zentimeter überschreitet.

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