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Rottenburg Eigentümer sollen auch an Flüchtlinge vermieten

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Die Erfahrungen der Vermieter, die an Flüchtlinge vermieten, seien laut Stadt überwiegend positiv. Foto: Assmann

Rottenburg - Zwar hat sich die Zahl der Flüchtlinge, die nach Rottenburg kommen, entspannt, doch die Suche nach bezahlbarem Wohnraum geht weiter. Die Stadt Rottenburg ruft Haus- und Wohnungseigentümer deshalb dazu auf, auch an Flüchtlinge zu vermieten und unterstützt bei der Suche nach geeigneten Mietern.

Derzeit sind im Rottenburger Stadtgebiet (Kernstadt und Teilorte) rund 800 Flüchtlinge untergebracht, davon 70 in den vorläufigen Unterbringungen des Landratsamtes Tübingen und 280 in den Anschlussunterbringungen der Stadt Rottenburg (verteilt auf 19 Unterkünfte). Die anderen rund 450 Personen wohnen in Wohnungen, die auf dem freien Wohnungsmarkt angemietet wurden. "Diese Zahlen haben wir nach Rücksprache mit den zuständigen Integrationsbegleiterinnen und -begleitern und den zuständigen Stellen beim Landratsamt ermittelt, sie werden von uns nicht unmittelbar erfasst, da sie weder für die Ausländerbehörde noch für die Flüchtlingsunterbringung direkt notwendig sind", teilt Dirk Pusch vom Ordnungsamt Rottenburg mit.

Erfahrungen sind positiv

Laut offizieller Stelle gebe es weiterhin eine Bereitschaft, an Flüchtlinge zu vermieten. Die Erfahrungen der Wohnungsgeber seien überwiegend positiv. "Die Geflüchteten werden in Mietfragen ja von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern betreut, so dass die Mietzahlungen in den meisten Fällen sicher eingehen", erklärt Pusch. Auf Rückfrage bei den Integrationsberaterinnen und -beratern habe man dem Ordnungsamt mitgeteilt, dass in acht von zehn Fällen die Vermieter sehr zufrieden seien und ihre Entscheidung nicht bereuen würden. Lediglich in ungefähr zwei von zehn Fällen gebe es Schwierigkeiten, die aber nicht generell den mietenden Flüchtlingen angelastet werden könnten.

Nach Beobachtung der zuständigen Sachbearbeiter beim Landratsamt "wird die Möglichkeit, an Geflüchtete zu vermieten, in der Regel gut angenommen, da unter anderem die Mietzahlung durch das Landratsamt als sicherer Mieteingang geschätzt wird. In Einzelfällen wurden Mietverhältnisse nach kurzer Zeit beendet, diese Fälle stellen jedoch Ausnahmen dar. Insgesamt wird die Wohnungssuche der Geflüchteten natürlich durch den insgesamt angespannten Wohnungsmarkt beeinträchtigt".

Häufig niedriger Standard

"Die Kosten für privat angemieteten Wohnraum werden je nach Situation der geflüchteten Personen entweder von der Abteilung Soziales des Landratsamtes nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe der Hartz-IV-Sätze übernommen oder vom Jobcenter", teilt Pusch unserer Zeitung mit. Zunehmend würden die Geflüchteten selber einer geregelten Beschäftigung nachgehen und damit die Kosten ihrer Unterbringung selbst übernehmen. Eine Aufstockung durch Wohngeld stehe den arbeitenden Geflüchteten dabei zu.

Im vergangenen Jahr hätten rund 75 Personen, die in der Anschlussunterbringung der Stadt Rottenburg untergebracht waren, häufig mit Unterstützung durch Ehrenamtliche, eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt gefunden und hätten daher die Anschlussunterbringungen verlassen. "Der den Geflüchteten angebotene Wohnraum ist häufig von sehr niedrigem Standard, also weitgehend unrenovierte Altbauten ohne Garten oder Autostellplätzen", erklärt der Ordnungsamtsmitarbeiter abschließend.

Ihre Redaktion vor Ort Horb

Florian Ganswind

Fax: 07451 9003-29

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