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Rottenburg Beschluss erst nach langem Ringen

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Rottenburg- Ergenzingen. In einer fast vierstündigen Mammutsitzung beschloss der Ortschaftsrat Ergenzingen die Zustimmung zum Bebauungsplan "Öchsner II".

Der Umweltbericht sowie Einwendungen von Anwohnern und Behörden warfen derart viele Fragen auf, dass Baubürgermeister Thomas Weigel reichlich Mühe hatte, alle zu beantworten. Weigel zeigte sich vor allem zufrieden, dass die Stadt im Besitz aller Grundstücke ist und so die Bauplätze auch vermarkten kann.

Zur Kampfabstimmung kam es wegen der Straßennamen im neuen Baugebiet, zudem waren die Hanglage des Areals und die Zufahrt zum Pflegeheim Themen der Fragerunde im Ortschaftsrat. Auch die Dimensionierung der Kanalisation wurde nachgefragt; hier betonte Weigel, dass die Abwasserrohre der Kanalisation ein fünfjähriges Hochwasser fassen können. Alles andere werde durch die Regenrückhaltebecken aufgefangen, zudem seien dann eventuell auch Wiesen unter Wasser. Ein Grundstück bekommt aufgrund der Überschwemmungsfläche eine Ergänzung der Fläche, auf der eine Garage gebaut werden kann.

Zurückgewiesen wurde die Anregung, dass im Baugebiet Garagengeschosse gebaut werden können. Ob eine normale Unterkellerung möglich ist, sollen Baugrundgutachten zeigen, die jeder Bauherr selbst in Auftrag geben muss. Weigel betonte, dass Baugrundgutachten in einem Baugebiet mit Hochwassergefahr obligatorisch seien. Ob Keller gebaut werden dürften, hänge von der Mächtigkeit der Deckschichten ab. Weigel ist aber zuversichtlich, dass 80 bis 90 Prozent der Bauplätze sich für eine Unterkellerung eignen.

Zurückgewiesen wurde die Anregung, Wiesenflächen mit dem Balkenmäher zu mähen und zur Beweidung freizugeben. Dies sei nicht möglich, da die Flächen nicht zusammenhängend seien und die Fläche weniger als einen Hektar umfasse, so die Vertreterin der Stadt.

Angepflanzt werden sollen Laubbäume und heimische Obstarten. Ausgeschlossen sind Nadelgehölze, da diese Bäume zu groß würden, so der Baubürgermeister. Die öffentliche Grünfläche soll als Fettwiese unter Schutz gestellt werden. Eine Offenlandbiotopkartierung sei erfolgt, so Weigel. Die Ergebnisse sind in einem Umweltbericht festgehalten. In den Blühstreifen werden Kleesaaten, Luzernesaaten oder Klee-Luzernemischsaaten unter anderem eingebracht. Diese würden in ihrer Wertigkeit dem Bestand Acker entsprechen.

Zum Ökokonto erklärte der Baubürgermeister, dass die Flächen in Stadtnähe demnächst ausgehen. Daher werden Waldrefugien eingerichtet, in denen ein Bannwald entstehen soll. Damit kann das Ökokonto ausgeglichen werden. Die Bruttowohndichte beträgt 56 Einwohner pro Hektar, wobei der Bebauungsplan auch eine höhere Einwohnerdichte zulässt.

Der Regionalverband Neckar-Alb erklärt in seiner Stellungnahme, dass die Einrichtung einer Pflegeeinrichtung begrüßt werde. Diskutiert wurde über eine verkehrsberuhigte Zone, die die Bürger für eine der Erschließungsstraßen in Ergenzingen fordern. Hierzu erklärte Ortsvorsteher Reinhold Baur, dass es noch zu früh sei, eine verkehrsberuhigte Zone festzulegen. Auch werde es keinen Gehweg geben. Dieses Thema sei schon mehrfach angesprochen und ausdiskutiert worden. Man werde den Bebauungsplan "Öchsner II" deswegen nicht noch einmal aufrollen, so Baur.

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