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Rosenfeld Sülzle liefert Stahl für Dach von "Stuttgart 21"

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Stuttgart 21: Der erste Teil des Bahnhofsdachs wird betoniert. Die passgenaue Armierung stammt von der Sülzle-Gruppe. Foto: Birnbaum Foto: Schwarzwälder Bote

Die Betonage des Schalendachs am Stuttgarter Hauptbahnhof hat begonnen. Die Armierung stammt von der Sülzle-Gruppe. Jeder Stab der Bewehrung weist dabei eine genau vorgegebene Krümmung auf und hat seine vorher festgelegte Position.

Wie bei einem riesigen ­3-D-Puzzle mussten die Eisenflechter zusammen mit den Vermessungsingenieuren den von der Firma Sülzle Stahlpartner bei Denkendorf maßgefertigten Bewehrungsstahl exakt an Ort und Stelle bringen, ehe der Beton zwischen das Geflecht gegossen werden konnte.

"Mit der Betonage des ersten Dachteils haben wir die nächste wichtige Etappe beim Bahnhofsbau begonnen", sagt Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm.

Für den 1100 Tonnen schweren Restkelch wurden insgesamt 460 Kubikmeter Beton in eine aus 15 Teilen zusammengesetzte Spezialschalung gegossen, die die Augsburger Firma Züblin Timber mit Hilfe von 3-D-Fräsen gefertigt und mit Schwerlasttransportern angeliefert hatte. Während der etwa acht Stunden dauernden Betonage wurden bis zu 70 Kubikmeter Beton pro Stunde gleichmäßig in der Schalung verteilt. Beim Aushärten erreichte die nach einer speziellen Rezeptur gemischte Betonmasse eine Temperatur von fast 70 Grad Celsius.

Um die hohen Anforderungen des Eisenbahn-Bundesamts an den Brandschutz zu erfüllen, sei die Bewehrung nicht nur sehr dicht verlegt, sondern zudem für die einzigartige Form des künftigen Bahnhofsdachs auch besonders aufwendig mit bis zu 32 Millimeter dicken und bis zu 60 Kilogramm schweren Betonstreben konstruiert.

Für den jetzt betonierten Restkelch wurden rund 170 Tonnen Stahl verlegt. Experten der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig hatten die Hitzebeständigkeit der Betonmischung nachgewiesen. Sie hält einer Temperatur von 1200 Grad Celsius eine Stunde lang stand.

Nach der erfolgreichen Betonage des ersten Restkelchs im Bauabschnitt 16 der Bahnhofsbaustelle soll noch in diesem Sommer im selben Bauabschnitt erneut betoniert werden, dann der erste von 28 das Dach tragenden Kelchen mit einer jeweils 26 Meter großen Öffnung für die Lichtaugen der vom Büro ingenhoven architects entworfenen Dachkonstruktion.

Der Entwurf des Bahnhofsdachs, der jetzt gebaut wird, entstand im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs, bei dem 126 Planer ihre Arbeiten eingereicht hatten.

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