Lena Österle präsentiert ihr erstes Kinderbuch. Ihr Protagonist steht vor einer besonderen Herausforderung. Foto: Jäger

Lena Österle aus Rohrdorf hat ein Kinderbuch über einen kleinen Oktopus geschrieben. Auch illustriert und verlegt hat sie es selbstständig. Nun präsentiert sie ihr Werk der Öffentlichkeit.

Hier in der Region entsteht seit einiger Zeit bunte Kinderliteratur über einen kleinen Oktopus mit einem speziellen Problem. Lena Österle aus Rohrdorf hat es verfasst und als Selfpubilshing-Projekt verlegt. Die Autorin hofft darauf, dass sich ihr Werk mit der Zeit immer größerer Beliebtheit erfreuen wird.

 

Die Geschichte handelt von einem kleinen Oktopus namens Oskar, der sehr an der Klebrigkeit seiner Tentakel leidet. Er kann aus diesem Grund in seinem Haus nicht für Ordnung sorgen und alles ist ständig schmutzig. Seine Freunde möchten ihm helfen und raten ihm zu verschiedenen Veränderungen.

Doch darüber kommt es zum Streit. Oskar stellt sich schließlich die Frage, was hier denn eigentlich das Problem ist? Die Freunde finden wieder zueinander, als ihnen bewusst wird, dass sie sich so akzeptieren müssen, wie sie sind.

Erste Rückmeldungen durchweg positiv

Lena Österle hat sich lange mit dem Gedanken getragen, einmal ein Kinderbuch zu schreiben. „Es gibt so viele tolle Kinderbücher in Reimform, so was möchte ich auch gerne machen“, dachte sie sich. Sie sei schon seit jeher eine Leseratte gewesen. Nun gibt es derer viele. Und ebenfalls viele haben vermutlich schon einmal mit dem Gedanken gespielt, selbst ein Buch zu schreiben. Den Namen auf dem Buchdeckel zu lesen, einen Platz auf dem Verkaufstisch, das Prestige, seine eigene Autorenseite zu sehen – bei den meisten ist es ein eitles Gedankenspiel. Doch die wenigsten kommen wirklich ins Tun, den wenigstens ist jemals ein spannender Charakter ins Bewusstsein getreten, und noch wenigeren ist es gelungen, eine Geschichte zu entwerfen, durch die die Welt ein Stück reicher wurde.

Für Lena Österle war es ein intensives Projekt. Lange hat sie sich mit der Idee getragen, lange hat es der Geschichte an Substanz gefehlt. „Ich habe mir gedacht: Wenn ich mich daran mache, dann richtig“, sagt sie heute. Eines Tages ist es dann über sie gekommen. Die Geschichte sprang sie an und ließ sie nicht mehr los. In kurzer Zeit brachte sie die Geschichte des kleinen Oktopus zu Papier. Und es ging noch weiter. Zum Spaß begann sie, die Geschichte zu illustrieren. Auch an dieser Stelle fehlte es ihr nicht an Tatkraft. Lange Abende verbrachte Österle mit kreativer Gestaltungsarbeit. Alles zuerst exklusiv für ihre Familie. Ihre Kinder waren ihr erstes kleines Publikum – und dem schien es zu gefallen. Die Rückmeldungen aus ihrem Umfeld legten ihr nahe, dafür zu arbeiten, dass Oskars Geschichte noch mehr Menschen zugänglich wird.

Es gibt schon Pläne für die Zukunft

Doch den normalen Weg – sich an einen Verlag zu wenden – schlug sie nicht ein. Zu grausam erschien ihr der Gedanke, auch nur eine Kleinigkeit an ihrem Herzensprojekt abändern zu müssen.

Aus diesem Grund entschied sich Österle dazu, das Buch im Selbstverlag herauszubringen. Bis heute sind 250 Exemplare von Oskar Oktopus erschienen – verfasst, illustriert und verlegt von Lena Österle.

Wer gerne einen Blick hineinwerfen will, findet das Buch im Kinder-Secondhand-Geschäft Little Janelli in Nagold sowie in der Buchhandlung Zaiser. Und alle Fans können gespannt sein: Die Autorin hat bereits Pläne für einen zweiten Teil.