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Reiten Michael Jung auf der Jagd nach Titel Nummer vier

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Foto: Vennenbernd

Dreimal hat er den Europameistertitel schon eingeheimst. Ob der Ehrgeiz da nicht langsam nachlässt? Keinesfalls. Bei der am Mittwoch beginnenden EM der Vielseitigkeitsreiter wird Michael Jung mit fischerChipmunk FRH wieder voll angreifen –­ denn es geht um mehr als "nur" um den Titel.

Die Liste der Erfolge, die Michael Jung in den vergangenen Jahren eingefahren hat, ist lang. Besonders die der Europameisterschaften: 2011 in Luhmühlen. 2013 in Malmö. 2015 in Blair Castle. Diese Daten und Orte haben sich sicherlich nicht nur in die Köpfe der deutschen Reitsportfans eingebrannt, sondern auch bei Michael Jung. In diesen drei Jahren hat der 37-jährige Altheimer die EM gewonnen – ­und zwar im Einzel und mit der Mannschaft. 2017 folgte Silber mit fischerRocana im EM-Einzel in Strzegom, 2009 hatte er bereits Bronze gewonnen.

Rückkehr nach Luhmühlen

Nun finden die europäischen Titelkämpfe nach acht Jahren wieder in Luhmühlen statt und damit im eigenen Land. "Das ist natürlich etwas Besonderes", sagt Michael Jungs Vater und Trainer Joachim Jung. Zumal Luhmühlen nicht nur für seinen Sohn, sondern für die gesamte deutsche Equipe ein gutes Pflaster ist. Als Michael Jung 2011 mit La Biosthetique Sam FBW ganz vorne landete, platzierten sich gleich hinter ihm mit Sandra Auffarth und Frank Ostholt zwei weitere Deutsche. Selbst auf Rang vier folgte mit Dirk Schrade ein Reiter aus dem eigenen Land.

Starke Trainingsleistungen

Es waren echte Festspiele damals – und die Deutschen sind gewillt, diesen Erfolg zu wiederholen. Allen voran Michael Jung. Die Vorbereitung, berichtet Joachim Jung, sei gut verlaufen. Vom Olympia-Testevent in Tokio habe sein Sohn viele Eindrücke mitgebracht, die letzten Trainingseinheiten mit fischerChipmunk verliefen tadellos. "Für das Geländetraining am Mittwoch hatte Michael extra eine neue Strecke erstellt, die angepasst war an die Hinweise von Bundestrainer Hans Melzer", berichtet Joachim Jung. "Das war eine super Einheit. Am Donnerstag stand noch einmal Springtraining an und dann ging es in der Nacht zum Freitag bereits los in Richtung Warendorf."

Dort steht in den Tagen vor der EM noch ein Trainingslager aller deutschen Starter an. "Es geht um den letzten Feinschliff", erklärt Jung. An diesen hätte Michael jedoch bereits in den vergangenen Wochen gearbeitet. "Wir haben das immer gerne schon zuhause erledigt", sagt Joachim Jung und schmunzelt. Dennoch würde in Warendorf vor allem noch einmal an der Dressur gearbeitet werden. "Das ist die erste der drei Teilprüfungen, da macht das Sinn", betont er. "Das Geländetraining versucht man immer gut eine bis eineinhalb Wochen vor dem Turnier abzuschließen, damit die Pferde ausgeruht und frisch sind. Damit sind wir immer gut gefahren."

Ab Mittwoch wird’s ernst

Ab Mittwoch wird es für Michael Jung und die weiteren elf deutschen Reiter – die ausrichtende Nation darf das doppelte Kontingent an Reitern stellen – richtig ernst. Dann steht die Verfassungsprüfung, der Vet-Check, an. "Bei der Vielseitigkeit ist das bereits ein richtiges Event. Zum ersten Vet-Check kommen an die 1500 Zuschauer", sagt Jung. Pferde, die nicht fit sind, lahm gehen oder andere Unregelmäßigkeiten aufweisen, werden direkt ausgemustert. "Diese Reiter können direkt wieder verladen und abreisen", sagt Jung. Nur wer das "Go" der Richter erhalten hat, darf am Donnerstag und Freitag zur Dressur antreten. Am Samstag folgt die Geländeprüfung, am Sonntagvormittag der zweite Vet-Check sowie am Nachmittag das abschließende Springen.

Motivation ist ungebrochen

Die Voraussetzungen in Luhmühlen, sagt Joachim Jung, seien optimal. Der Konkurrenzkampf allerdings wird groß sein – schließlich will jeder der zwölf deutschen Reiter einen ersten Fingerzeig für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr geben. "Es ist eine optimale Chance, sich schon einmal unter Championatsbedingungen zu beweisen", betont Jung. "Nur drei Reiter plus ein Ersatzreiter werden in Tokio starten können, und diese Plätze sind natürlich sehr umkämpft."

Die Weltreiterspiele und die Olympischen Spiele seien immer das oberste Ziel, erklärt er weiter. "Aber auch wenn Michael schon dreimal Europameister war;­ man möchte das natürlich auch ein viertes und fünftes Mal erleben. Diese Erfolge bleiben den Reitern, das kann ihnen keiner mehr nehmen." Michael Jung und sein Wallach fischerChipmunk sind jedenfalls in Topform, die Kurve zeigte zuletzt stets bergauf. Die Ambitionen sind groß – und der Wunsch nach dem nächsten Titel ungebrochen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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