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Raumschaft Triberg Digitales Lernen im Lockdown macht Schule

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Auch in der Raumschaft Triberg beschreiten Schüler und Lehrer digitale Wege. (Symbolfoto) Foto: shangarey – stock.adobe.com

Von wegen, im ländlichen Raum funktioniert das nicht. Auch hier beschreiten Schüler und Lehrer digitale Wege - trotz des einen oder anderen Hindernisses, wie in dem (SB+)Artikel zu lesen ist.

Raumschaft Triberg - Der erneute Shutdown führte auch dazu, dass der Schulstart nach den Weihnachtsferien "verschoben" wurde, was natürlich ausschließlich den Präsenz-Unterricht betrifft. Wie handhaben es die einzelnen Schulen der Raumschaft Triberg mit dem digitalen Unterricht in nicht ganz normalen Zeiten?

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Kurz und bündig fällt die Antwort der Triberger Grundschule durch Schulleiterin Bianca Mey aus: "Für diese Woche lernen die Kinder mit Materialien daheim. Eine Notbetreuung wird zu den regulären Unterrichtszeiten einschließlich der Ganztagsbetreuung für angemeldete Kinder bis 15.40 Uhr angeboten. Im Moment sind 15 Kinder angemeldet. Wie es nächste Woche weitergehen soll, werden wir wohl am Donnerstag erfahren", so ihre Informationen auf Anfrage des Schwarzwälder Boten.

Schon vor den Ferien gut gerüstet

"Ich habe schon vor den Weihnachtsferien damit gerechnet, dass die Schule am 11. Januar nicht öffnen wird", sagte dazu Silvia Schöne, die Schulleiterin der Richard-Dorer-Grundschule Schönwald. Deswegen hätten vorsorglich alle Kinder die Bücher und Arbeitsmaterialien vor den Ferien mit nach Hause bekommen, so dass die Schule nun keinen organisatorischen Aufwand hatte. "Die Kinder erhalten Arbeitspläne von den Lehrkräften, digital oder analog, so wie es der jeweiligen Familie am liebsten ist. Die erledigten Aufgaben werden, digital oder anlog, an die Lehrkräfte übermittelt, korrigiert und an die Kinder zurückgegeben", zeigt Schöne auf, wie es derzeit läuft. Außerdem fänden Videokonferenzen über das Webkonferenzsystem "bigbluebutton" und persönliche Telefonate zwischen Lehrkraft und einzelnem Schüler statt. Bereits am Montag habe jede Klasse schon eine Webkonferenz gehabt. "Es hat gut geklappt. Kinder und Lehrkräfte haben sich gefreut, sich zu sehen und miteinander zu sprechen", freute sie sich im Gespräch mit unserer Zeitung. Eine Notbetreuung werde natürlich auch angeboten.

Lesen Sie auch: Chaos beim Homeschooling - Zur ersten Stunde schwänzt Moodle

Sabine Emde, Leiterin der Dom Clemente Schule in Schonach, erklärte, dass bereits vor den Weihnachtsferien für Freitag, 8. Januar, zu einer Lehrerkonferenz eingeladen worden war, bei der das weitere Vorgehen abgestimmt wurde.

Tablets und Laptops zur Ausleihe parat

Im Prinzip habe es ganz gut angefangen. Grundschüler und teilweise auch Werkrealschüler hätten sich am Montag ihre Lernpakete abgeholt, Tablets oder Laptops für den Fernlernunterricht ausgeliehen und mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern auf unterschiedlichen Kanälen kommuniziert. Aufgaben würden über die Nextcloud des Kreismedienzentrums hochgeladen oder in Postfächern in der Schule bereitgestellt, Videokonferenzen über Jitsi abgehalten.

Auch der Jitsiserver liege beim Kreismedienzentrum und sei stabiler als derzeit Moodle. Aktuell habe es da kaum Probleme gegeben. Auch an der Dom Clemente Schule seien drei Notbetreuungsgruppen von 7.45 bis 12.50 Uhr eingerichtet. Die Klasse 9 komme montags, mittwochs und freitags zu Prüfungsvorbereitungen in die Schule, erläutert Emde. An den anderen Tagen sei Homeschooling für die Nebenfächer  angesagt. Der Unterricht sei für alle verpflichtend, die Schüler sollen zu Hause ihre Aufgaben nach Stundenplan erledigen, auch Aufgaben in Fächern wie Sport und Bildende Kunst. Diese dürfen auch in die Notengebung mit einfließen, erklärt die Schulleiterin.

Thomas Serazio, Leiter der Realschule Triberg, stellt fest, dass es erstaunlich gut geklappt habe – lediglich der Start sei etwas holperig gewesen, da Moodle und auch Bigbluebutton zunächst zusammengebrochen seien. Danach, so der Rektor, sei alles glatt gelaufen, er sei guter Dinge, was sich auch am vergangenen Dienstag bestätigt habe.

Hoffnung auf Präsenzunterricht

Ab kommender Woche sei geplant, die Abschlussschüler der Klassen 9 (Hauptschulabschluss) und 10 (Mittlere Reife) in den Hauptfächern präsent zu unterrichten. Nebenfächer würden nach wie vor zunächst per Fernunterricht getätigt.

Videoansprache vom Gymnasiallehrer

Über ein "sehr professionelles Video" trat Oliver Kiefer mit den Schülern des Schwarzwald-Gymnasiums Triberg in Kontakt, um sie auf den digitalen Unterricht einzustimmen. Wichtigster Hinweis des Schulleiters: "Es findet Unterricht nach Stundenplan statt". Das bedeute auch, dass die Schüler sich insoweit auf den Tag vorbereiten sollten wie normal: "Legt euch also einen Plan für jeden Tag zurecht. Es wird Hausaufgaben geben, aber auch im Unterricht können Aufgaben gestellt werden", verdeutlicht er. Über die Schulplattform Moodle könne man alle Aufgaben einsehen – mit den Hausaufgaben. Auch die Rückmeldung der Aufgaben an die Lehrer per Email sei geregelt. Wer mit etwas Probleme habe, könne dies mit den Lehrkräften direkt klären.

"Ihr dürft auch gerne Online-Lernressourcen nutzen; bleibt am Ball, es ist Unterricht von Montag bis Freitag", wirbt Kiefer. Die Schüler sollten sich zunächst alle in der ersten Stunde "anmelden". Er räumt aber ein, dass vor allem Moodle über rund 90 Minuten fast erwartungsgemäß zusammengebrochen sei, "wobei die Netzlast wohl auch brutal war. Da wir als Schule allerdings einen guten ›Plan B‹ hatten und mit den iPad Tauschverzeichnissen und dem bei uns am SGT flächendeckend (auch für alle Schüler) eingeführten Messenger Threema Systeme haben, die keine Ausfälle hatten, ist das bei uns nicht so ins Gewicht gefallen und wir konnten erfolgreich in die Fernlernphase starten", so Kiefer.

Wann die ersten Schüler wieder im Präsenzunterricht sein werden, werde seitens des Landes wohl frühestens am Donnerstag entschieden. Man sei sowohl für weitere Homeschooling-Wochen als auch für Wechselmodelle (eine Gruppe an der Schule – eine Gruppe zu Hause) vorbereitet und könne schnell und wendig reagieren, erläuterte Kiefer gegenüber dem Schwarzwälder Boten. Er gehe aber davon aus, dass zuerst die Abschlussklassen und sicherlich auch die fünften und sechsten Klassen die ersten sein werden, die wieder an die Schulen zurückkehren, in welcher Form auch immer.

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