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Randalierende Fußballfans Gall fordert härtere Strafen

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Zu ähnlichen Ausschreitungen wie am Freitag nach dem Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin soll es in Zukunft nicht mehr kommen. Foto: www.7aktuell.de |

Stuttgart - Nach den Fußballkrawallen in Stuttgart müssen aus Sicht von Innenminister Reinhold Gall (SPD) generell die Strafen für Randalierer erhöht werden. Für ihn komme dabei auch ein Stadienverbot infrage, bei Mehrfachtätern auch lebenslang, sagte Gall am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Zudem könnten Kartenkontingente reduziert werden oder die Vereine dürften sie nur noch an verlässliche Fangruppen ausgeben. Auch den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verweigern, sei ein Thema.

Gewaltbereite Fans des VfB Stuttgart hatten am Freitag vor und nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC (0:0) 16 Polizisten und ein Polizeipferd verletzt. Aufsehen erregte vor allem eine Gruppe aus rund 150 VfB-Anhängern, die laut Polizei nach dem Spiel in Richtung des Bahnhofs im Stadtteil Bad Cannstatt zogen und Einsatzkräften den Weg versperrten. Einige davon hätten dann eine Streife gesichtet, die von ihren Kollegen abgeschnitten gewesen sei. Mit Warnschüssen machten die beiden Beamten Kollegen auf ihre Notlage aufmerksam.

Gall sprach von einer „neuen Qualität, die wir noch nicht kannten“. „Dass ein Mob, und ich nenne die Gruppe explizit so, gezielt zwei Polizisten heraussucht und angreift, hat es so noch nicht gegeben.“ Bei der Innenministerkonferenz (IMK) im Juni wolle eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern weitere Vorschläge vorlegen, wie mit der Gewalt in und um Stadien umgegangen werden kann. Unabhängig davon, was die IMK beschließt, wolle er darüber beim nächsten Treffen mit den Bundesligavereinen aus dem Südwesten sprechen.

Die Polizei beklagte eine hohe Bereitschaft zur Gewalt bei Fußballspielen. Der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz sagte am Montag: „Das war ein aggressiver Mob, wie es ihn seit Jahren in Stuttgart nicht mehr gab.“ Die Gewalttäter müsse die Polizei zur Verantwortung ziehen. Einer bislang unbekannten Zahl von Angreifern wird Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Nach den Ausschreitungen untersuchten Kriminaltechniker am Tatort unweit des Stadions Holzlatten, Flaschen und Steine auf Spuren. Eine Ermittlungsgruppe „Bahnhof“ mit zehn Beamten wertet Videoaufnahmen aus, um die teils vermummten Täter zu identifizieren.

Die Gesuchten unterscheiden sich laut Polizei zwar durch ihre Gewaltbereitschaft von den Fußballfans, werden aber dem Umfeld der VfB-Anhänger zugeordnet. „Das sind Gewalttäter, die mit Fans eigentlich nichts gemein haben“, sagte Polizeisprecher Olef Petersen.

Innenminister Gall betonte, dass seit Jahren über das Thema diskutiert werde und Baden-Württemberg in puncto Sicherheit in Fußballstadien weiter sei als andere Länder. „Das haben wir besser im Griff.“ Hier kümmerten sich in erster Linie die Vereine mit eigenen Kräften um die Sicherheit im Stadion.

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