Am Montag waren Mitglieder der rechtsextremen NPD in Stuttgart. Foto: Peter-Michael Petsch

Nach dem Polizei-Großeinsatz bei der NPD-Kundgebung hat die Aufarbeitung begonnen.

Stuttgart - Nach dem Großeinsatz der Polizei bei einer Kundgebung der rechtsextremen NPD am Montag in der Innenstadt hat die Aufarbeitung begonnen. Obwohl mehrere Hundert Beamte versucht hatten, den Lastwagen der Partei von Gegendemonstranten abzuschirmen, war es zu Flaschen- und Tränengasgranatenwürfen sowie Rangeleien gekommen.

Aus den Reihen der Gegendemonstranten kommen jetzt schwere Vorwürfe. Sowohl die Linkspartei und die Jusos als auch die antifaschistische Aktion werfen der Polizei vor, ohne Grund rund 60 Aktivisten vier Stunden lang am Rotebühlplatz eingekesselt zu haben. „Wie Kriminelle“ seien die Leute danach zum Verhör abgeführt worden.

Einer der Betroffenen kam wegen gefährlicher Körperverletzung in Haft

Die Polizei bestätigt den Vorfall. Man habe die Personalien der Beteiligten feststellen müssen, weil der Verdacht auf Landfriedensbruch, Beleidigung und versuchte Gefangenenbefreiung bestanden habe. Einer der Betroffenen kam wegen gefährlicher Körperverletzung in Haft. Zudem, so ein Sprecher, habe man verhindern wollen, dass es zu weiteren ­Zwischenfällen kommt.

Mit ihren Klagen sind indes die Gegendemonstranten nicht allein. Auch die NPD kritisiert die Polizei. Trotz der Sicherheitskräfte sei es „linksautonomen Randalierern problemlos möglich“ gewesen, mit „äußerster Gewalt vorzugehen“. Man prüfe rechtliche Schritte, teilte die rechtsextreme Partei auf ihrer Internetseite mit.

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