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Radsport Ein Defekt macht Eibls Hoffnungen zunichte

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Ronja Eibls Form hätte gepasst, um ganz vorne mitzumischen. Foto: Sigel Foto: Schwarzwälder Bote

Die mit großen Hoffnungen in die U23-Europameisterschaften gestartete Mountainbikerin Ronja Eibl kehrt ohne Medaille aus dem tschechischen Brünn nach Grosselfingen zurück. Dabei war sie am Samstag eigentlich in der Verfassung, der nun vierfachen Titelträgerin Sina Frei aus der Schweiz Paroli zu bieten. Doch ein spitzer Stein beraubte Eibl bereits in Runde eins aller Chancen. Am Ende belegte sie Platz acht.

Im Ziel flossen zunächst erst mal Tränen, nachdem Ronja Eibl die Ziellinie mit 2:37 Minuten Rückstand auf Frei erreicht hatte. Und die Laichingerin Nina Benz, die als Neunte 27 Sekunden später ins Ziel kam, musste die deutsche Meisterin mal trösten. Der Ärger, den Ronja Eibl zum Ausdruck brachte, war keiner über die Ungerechtigkeit des Mountainbiker-Himmels, sondern vor allen Dingen Ärger über sich selbst. Da war in einem der mehreren Geröllfelder ein spitzer Stein – einer der ihr im Training aufgefallen war. "Und ich bin mit dem Hinterrad dagegen gesemmelt", erzählte sie, nachdem sie den ersten Frust hinter sich gelassen hatte.

Der Niederländer David Nordemann war inzwischen im Zelt der deutschen Nationalmannschaft aufgetaucht und hörte sich die Selbstkritik seiner Freundin an. Er verstand sie nur allzu gut. Eibl war gut gestartet und hatte das Feld den ersten Anstieg nach oben geführt, es schien alles nach Plan zu laufen.

Passiert ist das Malheur etwa nach einem Kilometer, bis zur nächsten Technischen Zone war es noch mal ein guter Kilometer. Ein gutes Stück des Weges musste sie zu Fuß bewältigen. Bundestrainer Peter Schaupp forderte sie irgendwann auf, trotzdem zu fahren. "Ich denke, ich habe mir dann die Felge ruiniert", meinte Eibl.

Ruiniert hat sie sich beim Laufen auf jeden Fall erst mal die Verfassung. Nach dem Laufrad-Wechsel wurden 2:10 Minuten Rückstand gemessen und Eibl plagte ein Seitenstecher. Sie war jetzt 40. und Letzte, der Abstand wuchs auf 2:25 Minuten an, ehe sie wieder zu sich fand. "Erst dachte ich, es bringt jetzt eh nichts mehr. Aber hinter all den Fahrerinnen, die mich überholt hatten, wollte ich dann doch nicht in der Ergebnisliste stehen. Dann habe ich halt das Beste draus gemacht."

Und wie. Denn nun bewies Ronja Eibl dass sie an diesem schwül-heißen Samstag in Brünn eine Medaillenanwärterin gewesen wäre. Bis zur fünften der sechs Runden auf dem 3,93 Kilometer langen Kurs reduzierte sie ihren Rückstand auf 1:40 Minuten und überholte in dieser vorletzten Runde auch Nina Benz. Doch dann war ihr Tank leer. Eine Aufholjagd mit mehr als 30 Überholvorgängen kostet eben mehr Körner als wenn man von Anfang an in der Spitzengruppe mitfährt. "Die Beine gingen gefühlt ganz gut. Ich denke, dass ich um den Titel hätte mitfahren können", räsonierte Eibl. Ein reiner Zeitvergleich ist spekulativ, aber die Moral, mit der die 19-Jährige das dann aussichtslose Rennen bestritt, ist bemerkenswert.

Europameisterschaften meinen es bis dato nicht gut mit Ronja Eibl, das hielt sie selber noch mal fest. 2017 hatte sie sich das Schaltwerk demoliert, 2018 passierte ihr dasselbe Malheur. Und das Staffelrennen am Donnerstag war auch nicht so gelaufen, wie sie es sich erhofft hatte. Immerhin, die Leistungsfähigkeit war am Samstag wieder da.

Nachdem Eibl nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen vermochte, holte sich die Schweizerin Sina Frei, zuletzt im Elite-Weltcup schon zweimal Vierte, ihren vierten U23-EM-Titel in Folge. Sie gewann in 1:15:14 Stunden mit 14 Sekunden Vorsprung auf die Österreicherin Laura Stigger und 32 Sekunden vor der Französin Loana Lecomte.

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