Recht deutliche Spuren hat der Regen in den vergangenen Wochen am Verbindungsweg in der Verlängerung der Hohenzollernstraße zwischen Fischingen und Empfingen hinterlassen.
Dabei ist es kein neues Thema, sondern der Zustand der Bankette kam bereits öfters im Ortschaftsrat zur Sprache.
Es wurde beobachtet, dass der eingebaute Schotter beziehungsweise der Mineralbeton eine Weile hält, bis er dann nach heftigen Regenfällen aus- und fortgeschwemmt wird. So entstehen Gräben entlang der Straße, welche die Autofahrer im Begegnungsverkehr vor Probleme stellen.
Als vor Jahren ein Auto gerade wegen dieser Umstände erheblich beschädigt wurde, machten sich ein paar rüstige Fischinger Rentner daran, die Bankette zu befestigen. Auch der Bauhof der Stadt Sulz besserte immer wieder aus.
Eigentlich schien das Problem gelöst
Mit dem Einbau von Rasengittersteinen durch die Firma Bantle (Bösingen) im Auftrag der Stadt Sulz schien das Problem gelöst zu sein. Jedoch wurden die Rasengittersteine nicht durchgehend verlegt. Deshalb tauchte das Problem wenig später an den Stellen, wo keine Rasengittersteine verlegt waren, wieder auf.
Da die Wiesen- und Ackergrundstücke entlang der Straße vom Niveau her höher als das Bankett liegen, wie ein Grundstücksbesitzer erklärte, werde das Wasser über den Mineralbeton abgeleitet, was dann das Ausschwemmen des Belages begünstige.
Problem: Mineralbeton
Auf Nachfrage damals beim Werkhofbetriebsleiter und zuständigen Mitarbeiter für Straßen und Wegebau der Stadt Sulz, Alexander Beller, habe es geheißen, dass die Ausführung bewusst so gewählt worden sei, wie von der Firma Bantle ausgeführt. „Es war keine Straßenverbreiterung geplant, so hat man auch Einfluss auf die Geschwindigkeit der Fahrzeuge“, erklärte Beller.
Deshalb wurden nur die Stellen gemacht, wo es erfahrungsgemäß Probleme gegeben hat. „Wir wollen jetzt mal beobachten – und wenn nötig nachbessern“, erklärte Alexander Beller die Vorgehensweise.
Jetzt nach Jahren haben sich die Rasengittersteine bewährt. Das Problem ist aber weiterhin der Mineralbeton, der statt wie früher neben der Straße nun neben den Rasengittersteinen weggeschwemmt wird.
Veränderungen und Abkürzung
Die Gesamtsituation der Straße hat sich aber seither geändert. Durch die Sperrung der K 4762 von Neckarhausen nach Betra und der zurückliegenden Sperrung der K 5502 mit dem Brückenneubau zwischen Fischingen und Mühlheim fahren auch nach der Eröffnung der Brücke immer noch viele Fahrzeuge die Abkürzung nach Empfingen.
Die Beschilderung der Radwege weist genau diese Strecke als Radweg aus und ist durch die Straßenschäden und dem stark frequentierten Verkehr mehr als gefährlich.
Erst mal ein Gutachten
Ortsvorsteher Jürgen Huber informierte die Bürger bereits mehrmals und auch in einer Ortschaftsratssitzung darüber, dass für den Sulzer Stadtteil ein Verkehrsgutachten erstellt wurde. Dieses soll die Verkehrsschwerpunkte herauskristallisieren und Lösungsmöglichkeiten für den gesamten Ort aufzeigen.
Dass die Stadt Sulz nun hier keine großen Investitionen mehr tätigen werde, sei in der Bevölkerung verständlich, aber die Verkehrssicherheit müsse trotzdem gegeben sein, heißt es in Fischingen.