Geschäftsführer Matthias Rempp führt durch die Produktion bei Rempp Küchen. Maschinen und die Handarbeit der Mitarbeiter wird dabei stets verbunden. Foto: Menzler

Der Schwarzwald ist unter anderem auch als Produktionsstandort hochwertiger Möbel bekannt. Neben Walter Knoll in Herrenberg oder Rolf Benz in Nagold werden auch wahre Schmuckstücke für die Küche im Nordschwarzwald produziert. Bei Rempp Küchen in Wildberg.

Der Mittelpunkt eines Hauses spielt sich meist in zwei Räumen ab: dem Wohnzimmer und der Küche. Bei einem davon kommt es besonders auf die Ausstattung an. Gibt es genügend Platz? Funktioniert alles und sieht das ganze auch noch schön aus?

 

Stauraum und gute Optik sind bei einer hochwertigen Küche das A und O. Und da man oft für die Funktionalität auf eines von beiden verzichten muss, hat es sich das Wildberger Unternehmen Rempp Küchen die Aufgabe gesetzt, beides zu vereinen – ohne den Verlust der Funktionalität. Für dies und auch für Qualität stehen Rempp Küchen.

Umgesetzt wird das seit 1935 in Wildberg. Fünf Jahre nach der Gründung ist Rempp Küchen in den Nordschwarzwald gezogen. Heute erhält die dritte Generation dir Firma am Leben. Wobei die vierte schon in den Fußstapfen steht, erklärt Matthias Rempp, einer der Geschäftsführer.

Das Verleimen ist ein Markenzeichen

Von den damals zehn Mitarbeitern ist das Unternehmen auf heute 130 angestiegen. Diese teilen sich auf den kaufmännischen Bereich und die Produktion in Wildberg auf. In Letzterer bauen die Prozesse perfekt aufeinander auf, um für eine langlebige Küche zu sorgen: „Manchmal kommen zu uns noch Paare und wollen Ersatzteile für eine 40 Jahre alte Küche“, macht Rempp deutlich.

Geschäftsführer Matthias Rempp vor einer Küche aus dem Jahr 1930 in den Ausstellungsräumen. Foto: Menzler

Ein Markenzeichen dafür zeigt sich in der Produktionshalle in Wildberg. „99 Prozent der Hersteller verleimen die Platten nur über die Dübellöcher“, erläutert der Geschäftsführer. Bei Rempp würde allerdings extra ein kleiner Streifen der Oberfläche weggeschliffen, um auf die gesamte Länge einen Streifen Leim zu ziehen. Dadurch werden die Küchenmöbel besonders stabil.

Handarbeit wird wertgeschätzt

Dafür arbeitet Rempp Küchen teils mit den neuesten Maschinen und Technologien, aber setzt auch einen großen Wert auf die Handarbeit der Mitarbeiter. Das zeigt sich nicht nur im gegenseitigen Zuspielen zwischen Mensch und Maschine, sondern auch bei Sonderfertigungen, die teils komplett in der Schreinerabteilung der Werkstatt in Handarbeit hergestellt werden.

Heutzutage wird bei Küchen auf ganz andere Merkmale geachtet. Foto: Menzler

Es wird also viel auf das Können der eigenen Mitarbeiter gesetzt. Das beginnt bereits in der Lehrlingsabteilung. Momentan sind dort drei Auszubildende (plus einer im kaufmännischen Bereich). Diese sollen später auch im eigenen Betrieb übernommen werden. Aber auch später ist es Rempp und seinen beiden Cousins und Geschäftsführer Christoph und Johannes Deuble ein besonderes Anliegen die guten Mitarbeiter zu halten.

Mit Zuversicht in der schwierigen Lage

Dementsprechend gebe es auch momentan – in der eher schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Möbelindustrie – keine Pläne Personal abzubauen. Rund 70 Prozent der Mitarbeiter befinde sich zwar noch in Kurzarbeit, aber „übermorgen kann es schon ganz anders aussehen und dann braucht man die gesamte Mannschaft wieder“, meint Rempp.

Im Allgemeinen sieht er sich trotz der geringeren Auftragaufkommen zuversichtlich, dass sich die Situation wieder bessere und er auch aus dem Schwarzwald weiterhin die passenden Produkte liefern wird. Die momentane Strategie ist dennoch: „Offensiv nach neuen Händlern und Kunden schauen“, unterstreicht Rempp.