Die Klasse acht der Werkrealschule befasste sich intensiv mit dem Thema lokale Tageszeitung. Foto: Wolff

Die achte Klasse der Burladinger Werkrealschule quetschte jetzt diejenige aus, die sonst die Fragen stellt. Schwabo-Lokalreporterin Erika Rapthel-Kieser besuchte die Schüler im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“.

Der Besuch war der Abschluss eines mehrwöchigen Klassenprojektes an der Werkrealschule Burladingen, und die Schüler hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Sie stellten der Lokalreporterin jede Menge Fragen zum Berufseinstieg, den vielfältigen Themenfeldern und darüber, wie die Zeitung zum Leser kommt.

 

Moritz Kohler, Klassenlehrer an der Burladinger Werkrealschule, startete das Projekt, um das Textverständnis sowie das Lesen und Zusammenfassen von Texten seiner Schüler zu verbessern. Im Rahmen des Projektes bekam die Klasse jeden Tag eine Ausgabe vom „Schwabo“, gestiftet durch das Medienpädagogische Projekt „Zeitung in der Schule“ des Schwarzwälder Boten.

Die Darstellungsformen und die verschiedenen Ressorts

In den vier Wochen Projektlaufzeit erarbeiteten die Schüler dann ein Heft rund um das Thema Zeitung. Sie lernten die Texte, Inhalte und Fotos kennen und erstellten einen Fragenkatalog zum Beruf des Journalisten.

Dabei gingen die Schüler auch auf die verschiedenen Ressorts und Darstellungsformen in Zeitungen ein. Klassenlehrer Moritz Kohler resümierte: „Viel Interesse gab es am Sportteil, aber auch den Regionalteil fanden die Schüler besonders spannend“.

Klassenlehrer Moritz Kohler hatt seine „Achte“ gut vorbereitet. Foto: Wolff

Als es dann hieß: „Die Reporterin ist da“ - warteten die Jugendlichen bereits gespannt am Pavillon der Schule. Und so wurde der Mittagsunterricht zu einem Austausch- und Fragenmittag mit einer Journalistin. Die Achtklässler, die gut vorbereitet waren, stellten allerlei Fragen: Wie wird eine Zeitung hergestellt? Wie sieht der Arbeitsalltag einer Reporterin aus? Was waren die interessantesten Vorfälle, über die die Journalistin je geschrieben hat?

Die fünf journalistischen W´s

Interessiert verfolgten die Schüler die Antworten und schrieben auch fleißig mit, als Rapthel-Kieser die fünf journalistischen W´s erklärte, auf denen sich jeder Artikel aufbaut. Wer macht was, wann, wie und warum? Darauf, so erläuterte sie, baue sich jeder Artikel auf, egal wie groß er ist. Das sei die Basis des Schreiber-Handwerks.

Zudem erklärte sie den Jugendlichen, dass Lokaljournalismus nicht nur „irgendwas mit Medien“ sei, sondern vor allem gehe es immer um die Menschen. Themen müssten immer in Bezug zur Lebensrealität der Menschen gesetzt werden. Auch auf die Rolle der Presse als sogenannte „vierte Gewalt“ im Staat und als „Kontrollfunktion“ ging die Reporterin ein.

Als letzte Aufgabe des Projektes erwartet die Klasse nun noch ein Diktat, welches aus einer Auswahl an Artikeln der Zeitungen geformt wird. So fließt das Projekt dann in die Noten der Schüler ein.

Das rege Interesse und die vielen Fragen der heranwachsenden Werkrealschüler zeigten aber, dass Lokalzeitungen auch in einer immer digitalisierteren Welt weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen - egal ob in gedruckter Form oder als E-Paper.