Das Progymnasium bekommt einen Namen. Foto: Wolff

Schon lange sucht das Progymnasium in Burladingen nach einem passenden Namensgeber. Nun wurde einer gefunden. Der Gemeinderat muss noch grünes Licht geben.

Das Progymnasium in Burladingen hat schon lange nach einem passenden Namen für die Schule gesucht. Die Lehrstätte beschäftigte sich intensiv mit der Thematik des Schulnamens. Nun wurde eine Persönlichkeit gefunden, die als Namensgeber fungieren soll.

 

„Aus der Schülerschaft des Progymnasiums kam schon im Jahr 2016 die Frage auf, aus welchem Grund das Progymnasium keinen Namen hätte, wie viele andere Gymnasien oder auch die Erich-Kästner-Schule in Burladingen“, wird Schulleiter Johannes Heß in einer Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zitiert.

Hans Küng als Namensgeber

Das Progymnasium sei seit 2015 Weltethosschule. Seitdem habe sich die Schule immer weiter mit dem Weltethosgedanken beschäftigt und das Schulprofil immer stärker darauf ausgerichtet, heißt es dort weiter.

So erschien es den Verantwortlichen passend, den 2021 verstorbenen Theologen und Begründer der Weltethosidee Hans Küng als Namensgeber für das Progymnasium zu wählen.

„Einige Kollegen haben Hans Küng persönlich kennengelernt, sei es in einer seiner Vorlesungen oder im Rahmen einer Veranstaltung der Stiftung Weltethos. Im Kollegium war schnell klar, dass Hans Küng als Namensgeber genau die Voraussetzungen erfüllen würde, nach denen so lange gesucht wurde“, führte Schulleiter Heß weiter aus.

Schulkonferenz hat sich einstimmig für die Änderung ausgesprochen

Eine Anfrage bei der Stiftung Weltethos habe ergeben, dass diese sich freuen würde, wenn eine Weltethosschule den Namen Hans Küng tragen würde. „Sie hat uns von Beginn an unterstützt.“

Die Schulkonferenz hat sich laut Informationen aus den Gemeinderatsunterlagen einstimmig für eine Umbenennung der Schule in „Hans-Küng-Progymnasium Burladingen“ ausgesprochen.

Die Schulleitung hat die geplante Schulnamensgebung mit dem Regierungspräsidium Tübingen als Obere Schulaufsichtsbehörde abgestimmt. Aus Sicht des Regierungspräsidiums spricht nichts gegen die Benennung nach dem Tübinger Theologen Hans Küng.

2500 Euro Kosten fallen an

Schulträger des Progymnasiums ist die Stadt Burladingen – somit ist der Gemeinderat zuständig für die Namensänderung und wird über diese am kommenden Donnerstag in der Gemeinderatssitzung abstimmen.

Für die Namensänderung rechnet die Schulleitung mit Kosten von höchstens 2500 Euro, die aus dem regulären Schuletat finanziert werden sollen. Das wohl künftige „Hans-Küng-Progymnasium Burladingen“ plant, die Namensänderung beim Festakt zum 50. Geburtstag am 12. Juni 2024 offiziell zu machen.