Ihr erstes Coming Out war das Musikmachen: Die Norwegerin Marie Ulven ist Girl in Red Foto: World in Red/Jonathan Kise

Die Norwegerin Marie Ulven, die sich als Musikerin Girl in Red nennt, ist eine LGBT-Ikone. Jetzt ist ihr Debütalbum „If I could make it go quiet“ erschienen – eine turbulente Zoom-Begegnung mit der Popsensation der Saison.

Stuttgart/Oslo - Marie Ulven sucht außer Atem nach einem Messer. Sie rennt durchs Haus und hält sich dabei die Handykamera vors Gesicht, redet viel, redet schnell. Sie kann so etwas. Schließlich ist sie nicht nur Musikerin, sondern auch Instagram- und Tiktok-Profi. In der Küche wird sie fündig. Aus dem Off ist ein Ritsch-Ratsch zu hören. Marie Ulven kreischt. Sie dreht ihr Handy um. In dem Paket, das sie hektisch ausgepackt hat, liegt ein Stapel mit den allerersten Vinyl-Exemplaren ihres Debütalbums. „Das ist gerade einer der großartigsten Momente in meinem Leben“, sagt sie und entschuldigt sich, dass sie vor lauter Aufregung fast vergessen hätte, dass wir uns gerade mitten in einem Zoom-Interview befinden.

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