Das Unwetter hat wie hier in Pforzheim seine Spuren hinterlassen. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und ein überfluteter Flughafentunnel: Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mussten am Sonntag zu mehreren Einsätzen in Baden-Württemberg ausrücken.

Stuttgart - Kräftige Gewitter haben am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag im Südwesten gewütet. Unter anderem im Enzkreis richtete die Gewitterfront mit Starkregen einige Schäden an.

Wie die Polizei auf Nachfrage berichtet, seien mehrere Keller in Ötisheim vollgelaufen. In Pforzheim sei ein geparktes Auto durch einen herabfallenden Blumentopf beschädigt worden und in Nagold im Landkreis Calw sei ein Bauzaun auf die Straße gekippt.

Nach einer Stunde Unwetter, gegen 21.45 Uhr, sei das Gröbste vorbeigewesen, teilte eine Polizeisprecherin am Montagmorgen mit. „Es kam viel zusammen, was uns in Atem gehalten hat, aber glücklicherweise ist es nur zu einem geringen Sachschaden gekommen und es gab keine Verletzten“, so die Bilanz.

Im Ostalbkreis kam es in der Nacht zum Montag zu 13 Polizeieinsätzen wegen des Unwetters. Im Rems-Murr-Kreis rückte die Polizei fünfmal, in Schwäbisch Hall einmal aus. Bei den Einsätzen ging es um „umgestürzte Bäume, Bauzäune, Wassereinbrüche“, fasste ein Polizeisprecher zusammen. In Weinstadt im Rems-Murr-Kreis sei zudem eine Oberleitung an einem Wohnhaus gerissen, hier sei auch die Feuerwehr im Einsatz gewesen.

Polizei sperrt Flughafentunnel

Nach dem Starkregegen ist am Sonntagabend der Flughafentunnel im Kreis Esslingen überflutet worden. Durch den Tunnel führt die B312, die die Autobahn 8 mit Filderstadt-Bernhausen verbindet. Die Polizei sperrte den Tunnel um 22.15 Uhr, wie ein Sprecher am Montagmorgen mitteilte. Die Feuerwehr habe die verstopfte Kanalisation freigeräumt, damit das Wasser wieder ablaufen konnte. Es war nicht der erste Einsatz an dem Tunnel. „Das kommt ein- oder zweimal im Jahr vor“, sagte der Polizeisprecher.

Nach weniger als zwei Stunden sei der Einsatz beendet gewesen und die Polizei habe den Tunnel wieder freigegeben, der unter der Start- und Landebahn hindurchführt. Für diese Zeit hatte die Polizei eine Umleitung eingerichtet. Zu Staus oder größeren Behinderungen habe die Sperrung nicht geführt, da es zu dieser Zeit nur wenig Verkehr am Flughafen gegeben habe.

Abkühlung in Sicht

Die Landeshauptstadt Stuttgart bekam von den Gewittern weniger zu spüren. Trotz des kräftigen Windes und des starken Regens hielten sich die Einsätze der Polizei in Grenzen. „Wir hatten nur wenige kleinere Einsätze“, sagte ein Polizeisprecher. In Feuerbach war unter anderem ein Verkehrsschild auf ein Auto gefallen, auf der Autobahn 8 bliesen kräftige Böen an der Ausfahrt Plieningen mehrere Schilder um.

Auch die Kreise Ludwigsburg und Böblingen kamen glimpflich davon: „Bei uns war so gut wie nichts“, meinte ein Polizeisprecher. Lediglich in Ludwigsburg und in Bondorf im Kreis Böblingen mussten die Beamten wegen umgefallener Bäume, die Straßen blockierten, ausrücken.

Für die folgenden Tage ist ein wenig Abkühlung in Sicht. „Zu Beginn der kommenden Woche überquert uns die Kaltfront von Tief Ulfert ostwärts und verdrängt die Hitze“, heißt es vom Deutschen Wetter-Dienst in Offenbach. Auch wenn die größte Unwettergefahr gebannt ist, dürfte es weiter Schauer und Gewitter geben.

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