Gute Nachrichten für die Feuerwehr, weniger gute für Bauherren: So lautet das Fazit der ersten Sitzung des Ortschaftsrates Weilersbach in diesem Jahr.
Die gute Nachricht zuerst: Die Ausschreibungen für das neue Feuerwehrgerätehaus in Weilersbach sind nicht nur fertiggestellt, sondern nunmehr veröffentlicht, teilte Ortsvorsteherin Silke Lorke mit. Nun hoffen Rat und die Wehr auf möglichst viele und gute Angebote.
Gedulden müssen sich indes Bauherren. Es sei mittlerweile klar, so die Ortsvorsteherin, dass das Baugebiet nicht vor 2025 erschlossen werden kann. Hintergrund ist die höchstrichterlich festgestellte Tatsache, dass die Rechtsgrundlage der Erschließung, nämlich der verschlankte Paragraf 13b des Baugesetzbuches, nicht mit Europarecht vereinbar ist.
Ums Bauen ging es auch in einem weiteren Tagesordnungspunkt: Der Rat möchte den Dorfplatz umgestalten und zu einem Treffpunkt für alle machen. „Gleichzeitig sollen auch das Milchhäusle und die Fläche davor von Vereinen genutzt werden, um kleinere Feste ausrichten zu können“ berichtet Lorke. Dazu soll der Teich zurückgebaut und in ein Fließgewässer renaturiert werden.
„Wir haben mit dem Planer noch einmal die bisherigen Pläne angeschaut und modifiziert, so dass wir die Kosten senken können und die Umsetzung für uns als Ortschaft machbar ist.“ Dadurch habe man nun einiges einsparen können und liegt aktuell bei etwa 480 000 Euro, wobei 167 000 Euro über das ELR-Programm (Entwicklung ländlicher Raum) finanziert wird. Der Ortschaftsrat zeigte sich mit der neuen Planung einverstanden und die weiteren Schritte sollen nun gemacht werden.
Einwohner verloren
Wie wichtig ein neues Baugebiet und gesteigerte Attraktivität des Stadtbezirks sind, zeigt sich an der Jahresstatistik 2023. Demnach hat Weilersbach 34 Einwohner verloren auf nunmehr 1244 Bürger. Sechs Geburten stehen 13 Todesfällen gegenüber, so dass vor allem ein negativer Saldo der Zu- und Wegzüge zu konstatieren ist. Sieben Eheschließungen gab es im Ort. In der Grundschule am Glöckenberg werden 44 Kinder unterrichtet, der Kindergarten mit seinen 50 Plätzen ist praktisch voll belegt, rechnet man die Zusagen für das laufende Jahr ein.