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Pforzheim Schönheitskur für Unterführungen

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Die neuen, farbigen Bodenmarkierungen weisen Passanten in der westlichen Unterführung den Weg.Foto: Parage Foto: Schwarzwälder Bote

Wer zu Fuß von der Pforzheimer Nordstadt in Richtung Zentrum unterwegs ist, der läuft in der Regel durch die beiden Unterführungen am Hauptbahnhof. Diese Tore zur Innenstadt sind keine Schönheiten: Die Stadt ist deshalb dabei, sie aufzuwerten.

Pforzheim. Schmuddelig, dunkel, stinkend: So empfinden viele Fußgänger Bahnhofsunterführungen. Dabei sind sie viel mehr als das. Gerade in Pforzheim sind die beiden Unterführungen wichtige Verbindungsachsen zwischen Nordstadt und Zentrum sowie Eingangstor für alle, die mit dem Zug oder Fahrrad ankommen. Sie sind wichtig für die Pforzheim, und so sollen sie künftig auch aussehen.

Die Stadt investiert deshalb rund 75 000 Euro brutto in die Verschönerung der beiden Anlagen, wie Ella Martin von der städtischen Pressestelle mitteilt.

Bunte Bodenmarkierungen

Wem die Unterführungen gehören, lässt sich nicht so einfach sagen. Die Eigentumsverhältnisse sind laut Martin komplex. "Im Bereich der Bahn gehört das ›Bauwerk Unterführung‹ der Bahn, wobei die Beleuchtung und der Boden- und Wandbelag Sache der Stadt ist." Außerhalb des Bahnbereichs, das sei grob gesagt im Bereich des öffentlichen Raums, gehörten die Unterführungen komplett der Stadt. Und die macht sich nun an die Arbeit.

Die Farbtupfer sind mit der erste Schritt und nicht zu übersehen: Neue, bunte Bodenmarkierungen weisen Passanten in der östlichen und der westlichen Unterführung inzwischen den Weg. Sie ersetzen die alten Wegweiser. Außerdem wird die Beschilderung an den Treppenaufgängen erneuert, und die Stadt installiert neue Strahler, damit es heller ist in den Unterführungen.

Geplant sind zudem Zeitschriftenhalter, die als eine Art Tauschbörse funktionieren sollen. Darüber hinaus werden unter anderem noch Taubenschutznetze angebracht oder erneuert – und in der östlichen Verbindungsachse sind Sitzgelegenheiten geplant. Im westlichen Durchgang gibt es eine neue Fläche für Straßenmusiker mit entsprechender Bodenmarkierung.

Dort existiert seit einigen Monaten bereits eine neue Unterstellmöglichkeit für Fahrräder: der sogenannte Radkäfig, den seit 1. Juni die gemeinnützige GmbH "miteinanderleben" betreibt. 100 Räder finden dort Platz, E-Bikes können aufgeladen werden. Dazu kommen die 43 Radboxen, die fest vermietet sind an Radler, die dort ihre Gefährte wie in einer kleinen Garage parken können. Weil es an den Radboxen bereits Sachbeschädigungen gab, sind die Fahrradgaragen in der Unterführung nun videoüberwacht.

Trotz dieser Sachbeschädigungen sind die Unterführungen in Pforzheim "nicht als Kriminalitätsschwerpunkt auffällig", berichtet Martin. Die Polizei bestätigt das. Aus Sicht des Polizeipräsidiums Pforzheim und mit Blick auf die Statistik sind die beiden Verbindungsachsen kein "gefährliches Pflaster". Von Januar 2019 bis jetzt hat die Polizei im Bereich der Bahnhofsunterführungen 31 Straftaten erfasst. "Im Verhältnis zu der häufigen Frequentierung der Örtlichkeit können wir hier nicht von häufigen Übergriffen sprechen, so kommt es aktuell im Schnitt in etwa alle 17 Tage zu einer Straftat in dem Bereich", erläutert Pressesprecherin Simone Unger. Die Bandbreite reiche dabei von Sachbeschädigungen bis hin zu Körperverletzungsdelikten. Letztere machten mit zehn Fällen aber den geringeren Anteil aus.

Gleichwohl ergänzt die Polizistin: "Regelmäßig ist es so, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen, welches neben dem objektiven Sicherheitsgefühl für uns gleichfalls eine bedeutende Rolle spielt, ein anderes ist als die polizeiliche Bewertung von absoluten, statistischen Fallzahlen." Das heißt, obwohl es keinen Grund zur Sorge gibt, hat mancher mancher Fußgänger in Unterführungen eben doch ein ungutes Gefühl.

Regelmäßige Reinigung

An diesem Punkt setzt die Stadt mit ihren Maßnahmen an. Dazu gehört nicht nur die optische Aufwertung. Um den Passanten das Unsicherheitsgefühl zu nehmen, werden die Unterführungen "regelmäßig von einem Sicherheitsdienst begangen und sind sehr hell beleuchtet", teilt Martin mit.

Zudem wurde in den vergangenen drei Jahren verstärkt auf die Reinigung gesetzt: Regelmäßig werden die Unterführungen mit dem Hochdruckreiniger geputzt, seit vorigem Jahr ist zusätzlich eine Kehrmaschine im Einsatz. "Die Kosten dafür trägt die Stadt selbst."

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