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Pforzheim Musical wird zur bitteren Realität

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Markus Hefner, sein Bruder Matthias May und die ganze (ehrenamtlich tätige) Crew wagen einen zweiten Anlauf für eine Aufführung des Musicals im nächsten Jahr.Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

"Wer hätte gedacht, dass der Titel unseres Musicals ›Alles verlieren‹ durch eine Pandemie zur bitteren Realität wird? Wir sicher nicht, als wir Anfang des Jahres noch mitten in den Proben steckten", meint Markus Hefner rückblickend.

Pforzheim. "Umso entsetzter waren wir, als nach mehr als einjähriger Vorbereitung am Freitag, 13. März, alle drei Aufführungen des Musicals vier Stunden vor der Premiere im Kulturhaus Osterfeld aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten", so der Komponist und Regisseur Markus Hefner. Für ihn und seine beiden Brüder Matthias (Dirigent) und Tobias (Bühnenbild), die aus Ölbronn-Dürrn stammen, ein Schlag ins Gesicht. "Die immense Arbeit, der Einsatz aller Beteiligten und die eingebrachten finanziellen Mittel sind von jetzt auf nachher im Nichts verpufft", kommentiert Bruder Matthias May. Doch die Organisatoren wollen deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken, zumal zum damaligen Zeitpunkt ja die Gesundheit von Ausführenden und Zuschauern Vorrang hatte und es vielen anderen Künstlern ähnlich erging.

Die Leidenschaft für Musik, besonders für Musicals, von Hefner brachte dieses Projekt ins Rollen. Der in Pforzheim wohnende Schlagzeuglehrer komponierte und schrieb dieses Stück mit viel Liebe zum Detail. Nach und nach involvierte er die gesamte Familie. Sein Bruder Matthias May übernahm das Dirigat. Sein zweiter Bruder Tobias kümmerte sich um den Bau des Bühnenbildes und die Koordination der Bühnencrew. Die Eltern waren verantwortlich für die Kostüme und das Catering für mehr als 50 Mitwirkende, heißt es in einer Pressemitteilung. Alle Darsteller, Orchestermusiker und die Crew sind Freunde und Bekannte, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für dieses Projekt engagiert haben.

Neue Freundschaften

"Dieses Projekt hat junge Menschen und Erwachsene aus dem ganzen Enzkreis zusammengebracht. Sogar Mitwirkende aus Karlsruhe und Freiburg sind dabei. Alle Akteure arbeiteten gemeinsam und ohne finanzielle Entlohnung für ein gemeinsames Ziel. Neue Freundschaften sind entstanden, alte Verbindungen wurden neu gefestigt und alle Beteiligten sind mit unendlich viel Herzblut dabei gewesen", beschreibt Hefner die Zeit der Vorbereitung.

Den Initiatoren war es wichtig, ein möglichst professionelles Musicalerlebnis zu schaffen, das sich jeder leisten kann. Dahinter steckten drei Jahre kompositorische und kreative Arbeit, mehr als 4000 Seiten für Drehbücher, Partituren, Darstellertexte, Bühnenpläne und Checklisten, mehr als 150 Stunden für Organisation und Bühnenbau, mehr als 125 Stunden Probearbeit und individuelle Vorbereitung der Musiker und Sänger, 250 Stunden für das Schneidern der Kostüme, 90 Stunden für das Catering des Ensembles und 16 000 Euro Produktionskosten. Hinzu kämen unzählige Kilometer zu den verschiedenen Probelokalen, für Materialtransporte und Ähnliches. "Dagegen stehen keinerlei Einnahmen durch Tickets und eine große Enttäuschung bei allen Beteiligten und natürlich auch den Zuschauern, welche bereits Tickets gekauft hatten und der Premiere entgegenfieberten", schildert Hefner die Situation.

Zur Rettung des gemeinnützigen Projektes haben die Initiatoren eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. "Ohne die Deckung der Kosten durch Spendengelder wird es keinen zweiten Anlauf geben können und ein wahnsinnig tolles und mit viel Leidenschaft vorangebrachtes Projekt wird nie das Rampenlicht der Bühne erblicken", räumt Hefner ein. Die Spenden werden zu 100 Prozent zur Deckung der noch offenen Produktionskosten verwendet und sollen eine Premiere im Jahr 2021 im Kulturhaus Osterfeld ermöglichen, versichert Hefner. Mit einem Blick hinter die Kulissen und einem exklusiven Preview möchten sich die drei Brüder bei den Spendern bedanken. Weitere Infos zur Crowdfunding-Kampagne unter https://www.betterplace.me/allesverlierenmusical.

Weitere Informationen: www.allesverlierenmusical.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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