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Pforzheim Gemeinde Wurmberg rüstet auf

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Übergabe mit Abstand: der Leiter der Kommunalberatung Björn Ehrismann (von links), der neue Bauamtsleiter Mathias Stübner, Klimaschutzmanagerin Lisa Andes, ebz-Geschäftsführerin Edith Marqués Berger und Bürgermeister Jörg-Michael Teply vor dem Rathaus in Wurmberg. Foto: ebz Foto: Schwarzwälder Bote

Seit Jahren engagieren sich der Enzkreis und viele seiner Städte und Gemeinden für die Einsparung von Energie, Umstellung auf erneuerbare Energieträger sowie Umsetzung weiterer Maßnahmen zum Klimaschutz.

Pforzheim/Wurmberg. Das Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) setzt seine Runde zur Übergabe der Energie- und CO2-Berichte der Kommunen im Kreis fort und suchte nun auch das Gespräch mit den Vertretern aus dem Rathaus Wurmberg.

Bereits 2015 ließ Wurmberg ein praxisorientiertes Klimaschutzkonzept erarbeiten und trat dem kommunalen Energieeffizienznetzwerk mehrerer Enzkreiskommunen bei, heißt es in einer Pressemitteilung. Edith Marqués Berger, Geschäftsführerin des ebz, lobt die frühe Initiative der Kommune: "Als eine von wenigen Gemeinden im Kreis hat Wurmberg den strategischen Vorteil eines Klimaschutzkonzeptes erkannt und machte sich auf den Weg, die darin formulierten Maßnahmen zur Reduktion von CO2 schrittweise umzusetzen. Auch durch die gute Zusammenarbeit im Heckengäu ist das von Erfolg gekrönt." Zu den vielfältigen Klimaschutzprojekten zählen das Einrichten eines Nahwärmenetzes für die Grundschule und umliegende Gebäude mit einem Gas-Brennwertkessel in Kombination mit einem Pelletkessel, die Anfertigung von Thermografieaufnahmen von allen Gebäuden, die sukzessive Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED sowie Schulaktionen zur Bewusstseinsbildung.

E-CarSharing-Projekt mit Nachbarn

Ein Vorhaben ist außerdem die aktuelle gemeinsame Einführung von E-CarSharing mit den Nachbarkommunen Heimsheim, Mönsheim und Wimsheim. Bürgermeister Jörg-Michael Teply hierzu: "Durch die Einrichtung einer Ladesäule vor dem Rathaus sowie von Schnelllademöglichkeiten im Gewerbegebiet ›Dachstein‹ wollen wir ein attraktives Angebot für die Bürgerinnen und Bürger schaffen und durch das CarSharing-Angebot Appetit machen auf die Nutzung von E-Autos". Eine kreisweite Abdeckung mit kompatiblen CarSharing-Angeboten wäre einer seiner Wünsche für die Zukunft.

Um zu erkennen, an welchen Stellen der Energieverbrauch in den öffentlichen Liegenschaften optimiert werden kann, ist die Einrichtung eines Energiemanagementsystems notwendig. Mit dem neuen Bauamtsleiter Mathias Stübner, gelernter Gebäudesystemtechniker, wird das Energiemanagement der Gemeinde nun weiter ausgebaut.

Dazu der Bürgermeister: "Mit der Unterzeichnung des Klimapakts des Landes soll unsere Verwaltung bis 2040 klimaneutral werden. Mit Blick auf unsere Bestandsgebäude und vor allem auf neue Bauvorhaben, müssen wir – wo immer möglich – Emissionen vermindern und vermeiden. Dafür nutzen wir gerne auch das Know-How des ebz und ziehen bei Bedarf externe Fachleute hinzu."

Berger begrüßt die Entscheidung und bestätigt den Rathauschef: "Im Grunde muss Klimaschutz bei allen Verwaltungsentscheidungen mitgedacht werden. Im Baubereich bedeutet die Wahl einer klimaschädlichen Variante hohe Emissionen für Jahrzehnte. Wollen wir künftige Klimaziele erreichen, müssen die Weichen jetzt gestellt werden."

Die Bilanz zeigt: Bei der lokalen Erzeugung von Strom und Wärme ist Wurmberg bereits gut aufgestellt. Vor allem bei der Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energiequellen liegt die Gemeinde mit 23 Prozent über dem Durchschnitt von Baden-Württemberg von 15 Prozent. Erfreulich ist auch der starke Zubau von Fotovoltaik auf den privaten Dächern. "Fotovoltaik macht unabhängig von fossilen Brennstoffen, bei zu erwartenden Steigerungen des Strompreises neben der Klimafreundlichkeit auch ein entscheidender finanzieller Vorteil", bestärkt Lisa Andes, Klimaschutzmanagerin beim ebz, die Entscheidung.

"In vielen Gemeinden ist ein klarer Bewusstseinswandel zu erkennen", meint Björn Ehrismann, Leiter der Kommunalberatung des ebz, nach dem Besuch. Wurmberg zeige, dass auch kleine Kommunen und die Zusammenarbeit im Verbund viel leisten können.

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