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Pforzheim Drei Standorte

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Teilnehmer und Organisatoren des Hackathon. Foto: Digital Hub Nordschwarzwald Foto: Schwarzwälder Bote

Der Digital Hub Nordschwarzwald ist einer von zehn regionalen Digitalisierungszentren in Baden-Württemberg, gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 des Landes Baden-Württemberg. Die regionalen Digital Hubs sind Kristallisationspunkte für digitale Innovationen; hier treffen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinander. Der Digital Hub ist zentrale Anlaufstelle vor allem für kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen bei Fragen zur Digitalisierung. Mit den drei Standorten in Pforzheim, Nagold und Horb bietet der Digital Hub Nordschwarzwald die Möglichkeit, sich vor Ort über die Digitalisierung zu informieren, Digitalisierung zu erleben sowie neue Ideen für digitale Projekte in Experimentierräumen zu entwickeln und zu erproben. Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) ist Projektträger und Konsortialführer der insgesamt elf Konsortialpartner des Projekts. Das Förderprojekt läuft noch bis zum 30. September 2021.

Pforzheim/Region Nordschwarzwald. Am 14. und 15. September haben rund 50 hoch qualifizierte Fachleute, darunter Entwickler, Data Scientists, Designer und Innovationsmanager, die Möglichkeit genutzt, am Pforzheimer Hackathon teilzunehmen.

Der Digital Hub Nordschwarzwald mit dem Standort Pforzheim/Enzkreis organisierte erstmals den Hackathon gemeinsam mit den Pforzheimer Unternehmen Meyle+Müller, Omikron, medialesson, der KLiNGEL Gruppe sowie der Hochschule Pforzheim und Microsoft als Technologiepartner. Für Markus Meser, Manager des Digital Hub Pforzheim/Enzkreis, waren Vorbereitung und Durchführung eine große, "aber dank der Partner erfolgreich absolvierte Herausforderung, die im nächsten Jahr nach einer Wiederholung schreit".

Unter dem Titel "Fashion meets AI" (AI = artificial intelligence, Künstliche Intelligenz) waren die Teilnehmer bundesweit eingeladen, an einem der Logistikstandorte der KLiNGEL Gruppe innerhalb von 36 Stunden nützliche, kreative oder unterhaltsame Softwareprodukte zu entwickeln. Die Atmosphäre beim ersten Hackathon, einer Wortschöpfung aus Hacken und Marathon, also einer kollaborative Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltung, war locker und durch die Lager-Räumlichkeiten, das Ambiente und der Ablauf der Tag- und Nachtveranstaltung sehr besonders.

Große Bandbreite an Teilnehmern

Die Bandbreite der Teilnehmer reichte vom 17-jährigen Auszubildenden Linus Hoja, einem ebenso jungen wie professionellen Software-Entwickler bis zum 56-jährigen Ben Epple, Mode-Experte und Inhaber einer Pforzheimer Hochzeits- und Abendmode-Boutique. Für die notwendige Motivation der Teilnehmer sorgten aber auch spannende Impulsvorträge und Mentoring-Angebote der Partner.

Sven Christian Andrä, Chief Digital Officer der Klingel-Gruppe, zeigte Herausforderungen der Modebranche und des Versandhandels auf und stellte mit allgemeinen Informationen und echten Datensätzen die Aufgabe, wie künstliche Intelligenz im Modegeschäft zukünftig helfen kann.

Unter der Moderation von Philipp Bauknecht, Gründer von "medialesson", arbeiteten Einzelkämpfer, kleine und größere Teams genau 36 Stunden daran, Vorschläge zu entwickeln, Apps zu programmieren und die Prototypen rechtzeitig zur Präsentation fertigzustellen. Bauknecht, der auch als Regionaler Direktor für Microsoft Deutschland tätig ist, stellte bei den abschließenden Teampräsentationen nochmals die hohe Professionalität der Teilnehmer und Projekte heraus.

Unter den eingereichten Ergebnissen konnte sich das Team von "KLARA" als Gewinner des Hackathons durchsetzen. Die Digitalisierung von Print-Medien ist für die individualisierte Auswahl und Bestellung eine große Hilfe und macht es Kunden leicht, in der Modewelt Anregungen aufzunehmen und für sich stressfrei und ohne Medienbruch umzusetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auf den zweiten Platz wählten die Teilnehmer die "AR-Anprobe", eine virtuellen Möglichkeit zur Anprobe von Kleidung zuhause vor dem eigenen Spiegel, dem Smartphone oder in der Umkleidekabine eines Modegeschäfts. Auf dem dritten Platz landete die Idee "Smartphone2Web­shop", einem Chatbot zur virtuellen Unterstützung bei Auswahl und Bestellvorgang.

Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald, war bei der Ergebnispräsentation ebenso beeindruckt wie der anwesende Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch. "Der Hackathon ist eine tolle Gelegenheit, Zukunftsbilder einer ganzen Branche zu zeichnen und aufzuzeigen, welche Chancen für die Stadt und die Region Nordschwarzwald in der Digitalisierung liegen", so der Geschäftsführer der WFG, die als Projektträger für das Digital Hub Nordschwarzwald verantwortlich ist. "Neben diesem laufenden Projekt arbeiten wir mit Hochdruck an dem Konzept eines regionalen ›KI-Labs‹, also genau an der Fragestellung, wie künstliche Intelligenz noch wirksamer als Erfolgsbeitrag für Unternehmen der Region sein kann."

Weitere Informationen: www.hackathon- pforzheim.de

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