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Pfalzgrafenweiler Überdimensionaler Lippenstift als Mahnmal

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An der Bundesstraße 28 in bei Pfalzgrafenweiler hat Landartkünstler Mathias Schweikle (rechts) seinen hölzernen Lippenstift aufgestellt. Kettensägenkünstler Thomas Meyer hat ihn dabei unterstützt. Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Skizze für das neue Kunstwerk war schon lange fertig. Nach der Anfrage des SWR-Fernsehens hat Mathias Schweikle seinen überdimensionalen Lippenstift nun auch gestaltet und in Pfalzgrafenweiler an der Bundesstraße 28 aufgestellt.

Kreis Freudenstadt. Bereits 2008 hatte der Landartkünstler und Hobbyimker die Idee, mit einem hölzernen Kunstwerk auf das Artensterben der Bienen aufmerksam zu machen. "Bienen produzieren Wachs", erklärt Mathias Schweikle und verweist auf das alte Ägypten, in dem schon zu Nofretetes Zeiten eine Art Schminke für die Lippen aus diesem Naturprodukt hergestellt wurde.

In seiner künstlerischen Fantasie verbanden sich Bienenwachs und Lippenstift zu einem neuen Objekt: einem meterhohen Lippenstift mit integriertem Bienenstock. "Stirbt die Biene, stirbt der Mensch", bringt Schweikle die Aussage seines Kunstwerks auf den Punkt, das er als Mahnmal mitten in der Natur aufgestellt hat und das seine Betrachter anregen soll, die Schönheit der Natur zu achten und zu bewahren.

Mit dieser Aussage, vor allem aber mit dem im Kunstwerk produzierten Honig, passte der Landartkünstler aus Pfalzgrafenweiler perfekt ins Drehbuch von Peter Kemnitzer, Wissenschaftsredakteur beim SWR-Fernsehen in Stuttgart. Er wollte Mathias Schweikle für "Die Eisgriller – Feuer, Flamme, Leidenschaft" gewinnen. Der Film porträtiert Menschen, "die regelmäßig dann grillen, wenn andere nicht mal ihren Hund vor die Türe schicken", so der Redakteur. Eisgriller eben, für die das winterliche Grillen zur Leidenschaft geworden ist, die sich die Fische zum Teil selbst fangen, die zur Jagd gehen, sich einen eigenen Räuchergrill zusammenschweißen oder – wie Hobbyimker Mathias Schweikle – für Honig und damit für einen leckeren Nachtisch sorgen.

Mit knallroter Farbe gestrichen

Gedreht wurde deshalb nicht nur in Pfalzgrafenweiler, sondern auch bei Thomas Brezing in Unterwaldach, der sich einen Räuchergrill (einen sogenannten Smoker) selbst gebaut hat, bei "Fischflüsterer" Joachim Schindler in seiner Forellenzucht in Alpirsbach-Ehlenbogen und auf dem Seidtenhof in Baiersbronn, wo sich alle bei Mario Zimmermann zum Eisgrillen trafen.

Bei der Herstellung des Apfel-Honig-Desserts wurde Mathias Schweikle tatkräftig von Thomas Meyer unterstützt. Der Kettensägenkünstler aus Edelweiler hat auch bei der Gestaltung des Lippenstifts geholfen und den oberen Teil des vier Meter hohen Kunstwerks mit seiner Säge in Form gebracht. Dieser wurde am Ende noch mit einer knallroten Signalfarbe gestrichen. Der Schaft blieb dagegen naturbelassen. Der Lindenstamm trägt noch immer seine Rinde. Die Dreharbeiten für den Film dauerten eine ganze Woche. Am Ende entstand ein halbstündiger Beitrag über "Die Eisgriller" im Landkreis Freudenstadt, der am 5. Januar ab 18.15 Uhr im SWR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

Das Projekt ist noch nicht beendet

Mit dem Ende der Dreharbeiten ist für Mathias Schweikle das Bienen-Lippenstiftprojekt aber noch nicht beendet. Er möchte noch weitere überdimensionale, hölzerne Lippenstifte sägen und lackieren, um so nicht nur in Pfalzgrafenweiler, sondern auch andernorts auf den Einfluss der Bienen auf das gesamte Ökosystem aufmerksam zu machen. Wann und wo die Lippenstifte aufgestellt werden und wie viele es am Ende sein werden, das lässt der Künstler noch offen. Mathias Schweikle ist längst über den Landkreis Freudenstadt hinaus bekannt. Seine Spezialität sind hölzerne Kunstwerke, die so vergänglich sind wie das Leben selbst. Nur noch ein Teil von ihnen ist zu sehen, wie die "Blauen Bäume", ebenfalls an der Bundesstraße 28.

 
 

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