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Pfalzgrafenweiler Bischoff startet in dritte Amtszeit

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Mit seiner Frau freute sich Dieter Bischoff über das Ergebnis der Bürgermeisterwahl. Fotos: Eberhardt Foto: Eberhardt

Pfalzgrafenweiler - Eindeutiges Votum: Mit knapp 96 Prozent wurde Dieter Bischoff als Bürgermeister wiedergewählt. Einziger Wermutstropfen: Angesichts des nahezu sicheren Wahlausgangs waren nur 24,7 Prozent der Bürger an die Wahlurne gegangen.

"A bissle niedrig", kommentierte Wahlleiter Horst Dieterle den Bürgereinsatz, als er gestern mit den Ergebnissen unterm Arm den Versammlungsraum in der Mehrzweckhalle betrat. Dort war die Stimmung tiefenentspannt und gut gelaunt. Die vereinigten Musikvereine Pfalzgrafenweiler-Wittlensweiler boten schwungvolle Unterhaltung. Und Landrat Klaus Michael Rückert, der die Grüße des Landkreises überbrachte, verstand, das Positive aus vordergründig unspektakulären Zahlen zu lesen: 75 Prozent der Bürger sähen die gute Arbeit Bischoffs einfach als so selbstverständlich, dass sie einen Gang zum Wahllokal für unnötig erachtet hätten.

"Es war eine schwierige Arbeit", dankte denn auch Wahlleiter Horst Dieterle mit einem Augenzwinkern den Wahlhelfern, die bis wenige Minuten vor der Ergebnisverkündung in den verschiedenen Wahllokalen im Einsatz waren. "Es war nur ein Kandidat." Tatsächlich war Dieter Bischoff als Amtsinhaber bis zum Schluss der einzige Anwärter auf den Bürgermeister-Sessel geblieben. "Wenn jemand für eine dritte Amtszeit antritt und 16 Jahre lang hervorragende Arbeit geleistet hat, ist es nicht verwunderlich, dass einen niemand herausfordert", betonte Landrat Rückert. "Genießen Sie diesen Tag: Die Bevölkerung hat zum dritten Mal ›Ja‹ zu ihrem Bürgermeister gesagt."

5382 Wähler sind in Pfalzgrafenweiler registriert. 1330 von ihnen hatten den Stimmzettel abgegeben, 32 davon waren ungültig. Von den übrigen Stimmen gingen 1245 an Dieter Bischoff. Der hatte den Sieg wohl kommen sehen, demonstrierte aber dennoch Bescheidenheit, als er das Ergebnis entgegennahm: "An so einem Tag schwirren einem viele Gedanken durch den Kopf." Auch nach zwei Amtsperioden sei solch eine Wahl immer noch mit etwas Anspannung verbunden. "Und das ist auch gut so." Sowieso: Aufgaben gelängen nur im Team. Und diesem dankte Bischoff umgehend: "Was wir gemeinsam erreicht haben – darauf können wir stolz sein." Im Rathaus und im Gemeinderat pflege man ein konstruktives Miteinander, auch wenn Spannungen nicht ausblieben. "Eine Flächengemeinde ist wie eine Familie, man ist sich nicht immer einig."

Das Bild der Familie schien sich auch gut in die Atmosphäre der Wahlfeier zu fügen. Kollegen, Wegbegleiter, Mitarbeiter und Gemeinderatsmitglieder machten den größten Teil des Publikums aus, das sich anschließend in einer langen Schlange sammelte, um Dieter Bischoff zur Wiederwahl zu gratulieren. Bernhard Traub, als dienstältester Mitarbeiter im Rathaus, überreichte Dieter Bischoff eine Uhr als Geschenk. Nicht um dessen letztes Stündlein anzuzählen, wie Bischoff scherzhaft vermutete, sondern als Dank für die gemeinsame Zeit. Vom Gemeinderat gab’s aus den Händen von Horst Dieterle eine Metalltafel in Form von Pfalzgrafenweilers Gemarkung und mit Einzeichnung der Ortsteile. Ein Geschenk, dessen Symbolwirkung der neue alte Amtsinhaber gleich aufgriff: Sechs Teilorte gebe es in Pfalzgrafenweiler, aber nur gemeinsam könne man eine gute Zukunft gestalten.

Am Ende kamen auch beim routinierten Wahlsieger ein wenig Gefühle hoch, als er sich bei seiner versammelten Familie bedankte. Als Bürgermeister, der oft auch in der Rolle des Einzelkämpfers stecke, sei dieser Rückhalt wichtig. Langweile, so schien es, fürchtet Bischoff ohnehin nicht. Zwar ist der große Bauboom Pfalzgrafenweilers – das kommunizierte Bischoff bereits im Wahlkampf – vorerst vorbei. Doch es gebe weitere spannende Projekte, die auf die Gemeinde warteten: "Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre."

 
 

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