Stefan (links; TSV Straßberg) und Patrick Bach (TSV Benzingen) spielen mit ihren Teams bisher eine erfolgreiche Saison. Foto: Kara/Montage: Hürster

Gemeinsam feierten sie mit dem TSV Benzingen zwei Mal einen Aufstieg. Mit unserer Redaktion haben die Brüder Patrick und Stefan Bach über ihre Stationen, die aktuellen Teams sowie Positionen gesprochen und verraten, warum es keine Überraschung ist, dass beide als Spielertrainer tätig sind.

Per Zoom-Call findet das Gespräch mit Patrick und Stefan Bach statt. Beide waren am vergangenen Wochenende mit ihren Teams im Trainingslager und zeigen sich zufrieden mit den intensiven Tagen. Die Straßberger um Stefan Bach reisten nach Riva del Garda. Neben zahlreichen Einheiten stand auch ein Besuch bei der Partie Hellas Verona gegen Juventus Turin (Endstand 2:2) auf dem Programm.

 

Viele Stationen und Aufstiege

Der TSV Benzingen verbrachte ein Wochenende in Betzingen. Patrick Bachs Fazit: „Ich bin sehr zufrieden. Es hat sich keiner verletzt und wir hatten auch das Thema Teambuilding auf dem Plan.“ Im Gespräch wird schnell klar, dass die Brüder viel zu erzählen haben – schließlich haben sie in ihrer Laufbahn auch schon einiges erlebt.

Begonnen haben sie beide beim FV 07 Ebingen, es folgte ein Jahr in Truchtelfingen und mehrere Jahre Jugendfußball beim FC 07 Albstadt. Patrick, der im Januar 34 wurde und 26 Monate jünger als sein Bruder ist, spielte in der C- und B-Jugend zudem für den VfB Stuttgart. Im Aktivenbereich spielten beide zunächst wieder für die 07er, der heute 36-jährige Stefan sogar zehn Jahre am Stück. Was schnell klar wird: Erfolg ist im Hause Bach nicht gerade ein Fremdwort.

Patrick stiegt mit dem FC Winterlingen und der SGM Frohnstetten/Storzingen auf, Stefan mit dem FC 07 Albstadt – und als besonderes Bonbon gab es zwei gemeinsame Aufstiege mit dem TSV Benzingen. „Sowohl der erste Aufstieg 2015/16 als auch dann 2021/22 als Trainer-Duo waren sehr schön. Das war einfach eine coole Zeit“, denkt Patrick Bach gerne an diese Jahre zurück. Stefan erzählt im Hinblick auf die Saison 2015/16: „Wir hatten eigentlich gar nicht die Mannschaft um aufzusteigen. Patrick war aber schon damals der beste Keeper der Liga und ich habe vorne die Tore gemacht, das war unser Erfolgsrezept. Es wurde schon viel über uns gesprochen.“ So hätte eine Gästemannschaft nach einer Niederlage beim TSV in der Kabine einst „TSV Bach“ auf die Taktiktafel geschrieben.

Trainergen in die Wiege gelegt

Als Torhüter und Offensivspieler nehmen die Brüder auf dem Platz ganz verschiedene Rollen ein, den Spaß am Fußball und der Trainerarbeit haben sie aber gemein. Patrick erklärt: „Das wurde uns auch ein Stück weit in die Wiege gelegt. Unser Vater war schon Trainer und hat Stefan von der D- bis zur A-Jugend trainiert. Das hat sicher eine Rolle gespielt.“ Der „große Bruder“ meint: „Wir waren schon als Kinder bei Papa in der Kabine dabei. Daher war das mit dem Trainersein schon absehbar.“

So beteuern die Brüder auch unisono, dass sie die Trainertätigkeit nach der aktiven Karriere fortführen wollen. Während Stefan kommende Runde nochmals versuchen wird auf dem Platz zu stehen, strebt Patrick noch zwei bis drei Jahre an. Zudem wird in der kommenden Saison die E-Jugend der TSG Balingen mittrainieren. Stefan sagt mit einem Grinsen: „Unser Vater war mit knapp über 50 noch Trainer, das wollen wir toppen.“

Fokus auf die Rückrunde

Der Straßberger Kommandogeber bescheinigt seinem Bruder eine sehr gute fußballerische Ausbildung und jede Menge Führungsqualität. Dieser gibt zurück: „Stefan geht auf dem Platz immer vorweg und weiß was er will.“ Mit ihren Teams spielten beide eine sehr gute Vorrunde. Die Ausgangslage ist ähnlich: Nach ganz oben wird wohl nichts mehr gehen, der Abstand nach unten ist komfortabel. Stefan sagt: „Der Fokus liegt auf dem Nachholspiel gegen Ochsenhausen. Dann schauen wir von Spiel zu Spiel weiter.“ Und auch der TSV Benzingen „will so schnell wie möglich wieder ins Rollen kommen“. Wenn genug Punkte gesammelt sind, wolle man den Fokus auch schon in Richtung der kommenden Saison richten.

Man darf gespannt sein, wie der Weg der Bach-Brüder in den kommenden Jahren weitergeht. Weitere Erfolgserlebnisse wären jedenfalls nicht überraschend.