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Ostelsheim Störfeuer aus Nachbarkreis verzögern Bahnbrückenbau

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Für den Ausbau der Bahnverbindung Calw-Weil der Stadt wird im nächsten Jahr in Ostelsheim eine neue Brücke mit wesentlich breiterem Durchlass gebaut. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder Bote

Ostelsheim (ina). Beim Durchlass in der Ostelsheimer Bahnhofstraße geht es voran. Da der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn die alte Brücke im nächsten Frühjahr abreißen und durch eine neue, längere ersetzen wird, trifft auch die Gemeinde Ostelsheim Vorbereitungen für die damit zusammenhängenden Straßenbaumaßnahmen.

Geduld gefragt

Für die Beteiligung am ­Brückenbau und die Straßenbaumaßnahmen sowie die Verlegung einer Wasserversorgungsleitung muss die Kommune rund eine halbe Million Euro in die Hand nehmen. Wie Bürgermeister Jürgen Fuchs ausführt, hätte die Gemeinde auch ohne Mitwirkung des Zweckverbands die alte Brücke abreißen und eine Verbreiterung des Durchlasses vornehmen lassen können. "Dies wäre jedoch mit sehr hohen Kosten für unsere Gemeinde verbunden gewesen", hebt der Rathauschef hervor. Die im nächsten Jahr anstehenden Brückenbau- und Straßenmaßnahme wird vor allem den Bewohnern des Neubaugebiets Fuchsloch wegen einer Umleitung einige Opfer abverlangen.

Der geplante Ausbau der Bahnverbindung Calw-Weil der Stadt verzögert sich schon seit langem. Nachdem das Fledermausproblem in den Calwer Tunneln gelöst ist, kommt derzeit immer wieder Störfeuer aus dem Landkreis Böblingen. Vor allem Weil der Stadt und Renningen fürchten um die Aufrechterhaltung einer geregelten Taktung, wenn die Hesse-Bahn das Teilstück Weil der Stadt-Renningen zusätzlich befährt. Die Verzögerung wirkt sich bis jetzt bereits seit längerem auf den Bahnbrückenbau und die Erweiterung des Durchlasses der Ostelsheimer Bahnhofstraße aus.

Doch im nächsten Frühjahr soll die alte Brücke endlich abgerissen und durch eine neue, längere ersetzt werden. Da die Straßenbauarbeiten der Kommune zur Anpassung von Straße und Gehweg flankierend verlaufen sollen, wird jetzt geplant. Das Ratsgremium vergab in seiner jüngsten Sitzung die Planungsleistungen zur Anpassung von Straße und Gehweg in der Bahnhofstraße vom Kreuzungsbereich mit der Bahnlinie und südlich davon.

"Es wird vorgeschlagen, die im Kreuzungsbereich verlaufende Wasserversorgungsleitung im Zuge der Straßenbaumaßnahme zu erneuern", so der Rathauschef. Die voraussichtlichen Kosten dafür beliefen sich auf rund 27 000 Euro netto. Für die Planungsleistungen fallen zusätzlich 25 600 Euro an. Zudem wurden die Gemeindeverwaltung und das Ingenieurbüro beauftragt, "die Arbeiten zur Anpassung der Bahnhofstraße sowie weitere erforderliche Arbeiten öffentlich auszuschreiben und einen aktualisierten Zuschussantrag für den Straßenbau und die Erneuerung der Wasserversorgungsleitung zu stellen".

Alte Berechnungen

Wie die Verwaltung darstellte, entstehen beim Neubau der Bahnbrücke im Bereich der Bahnhofstraße nach alten Berechnungen aus dem Jahr 2017 Kosten von rund 1,1 Millionen Euro. Davon hat der Zweckverband Hesse-Bahn 73 Prozent und die Gemeinde Ostelsheim 27 Prozent zu tragen. Dies wären rund 300 000 Euro für die Kommune. Hinzu kommen für die Gemeinde 200 000 Euro für die Straßenbaumaßnahmen.

"Aufgrund der Preissteigerungen seit 2017 werden sich diese Kosten jedoch mit Sicherheit erhöhen", vermutet der Schultes. Im Rahmen der Erschließung des Wohngebiets Fuchsloch seien für die Brückenerweiterung bereits 90 000 Euro eingenommen worden. Der Durchlass unter der neu zu bauenden Bahnbrücke soll so dimensioniert werden, dass die Fahrbahn sechs Meter, der Gehweg zwei Meter und das vorgesehene Schrammbord 0,5 Meter betragen werden. Die Straßenbauarbeiten zur Anpassung von Straße und Gehweg in der Bahnhofstraße sollen im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. "Für die Dauer der Baumaßnahme wird die Bahnhofstraße für den Fahrzeugverkehr ein halbes Jahr lang voll gesperrt", kündigte der Rathauschef an. Der Fußgängerverkehr vom Baugebiet Fuchsloch zur Ortsmitte wird laut Aussage des Zweckverbands Hesse-Bahn jedoch gewährleistet. Die Umleitung für Fahrzeuge führt, wie schon bei der Gestaltung der Zufahrt zur Wohnsiedlung Fuchsloch, über einen Feldweg bei der Bahnüberquerung Richtung Dätzingen.

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