Die Bushaltestellen (oben) sind in Martinsmoos nun barrierefrei. Auch für Fußgänger wurde viel getan, wie Bürgermeisterin Petra Schupp beim Testen des neuen Zebrastreifens eindrucksvoll demonstriert (links). Hinzu kommen in rot gehaltene Wegemarkierungen in der Kornstraße (rechts). Foto: Fotos: Buck

Verkehrsinfrastruktur: Ortsdurchfahrt Martinsmoos ist fertiggestellt / Neuer Zebrastreifen aufgebracht

Die Ortsdurchfahrt im Neubulacher Teilort Martinsmoos war nun für mehrere Wochen gesperrt. Der Grund: Umfangreiche Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen von Landkreis und Stadt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Neubulach-Martinsmoos. Es hat eine Weile gedauert, bis die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Martinsmoos abgeschlossen waren. Doch das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Denn nun durchzieht ein topfebenes Asphaltband den kleinen Ortsteil der Stadt Neubulach. Der Landkreis hat hier mächtig gewerkelt, die Asphaltdecke erneuert und auch einen Zebrastreifen aufgebracht. Die Stadt wiederum baute die Bushaltestellen barrierefrei um und gestaltete den Kreuzungsbereich der Kornstraße.

Alles in allem hätte die Maßnahme 320 000 Euro gekostet, erklärt Johannes Schaible vom Calwer Landratsamt, der dieser Tage die beiden Pressedamen Janina Dinkelaker und Janina Müssle vertritt, auf Anfrage unserer Zeitung. Außerdem, so Schaible, hätte die Stadt diverse Leerrohre im Boden verbuddelt – des Breitbandausbaus wegen.

Neubulachs Bürgermeisterin Petra Schupp ist indes zufrieden mit dem Ergebnis im Ortsteil. Vor allem der Lärmpegel innerorts ist gesunken, da die schadhaften Stellen im Asphalt nun der Vergangenheit angehören. Ein klassischer Flüsterasphalt sei das zwar nicht, sagt Bürgermeisterin Schupp: »Das ist kein OPA (Anm. d. Red. offenporiger Asphalt), der die Geräusche einfach wegschluckt«, wohl aber eine feinere Körnung, sodass trotzdem ein gewisser lärmmindernder Effekt eintritt.

Neben dem Asphalt hat man in Martinsmoos auch noch einen Zebrastreifen angelegt – und zwar nah an den umgestalteten und nun barrierefreien Bushaltestellen. Ein monströser Beleuchtungsarm ragt nun über die halbe Fahrbahnbreite, um den Fußgängerüberweg auch bei Dunkelheit ausreichend zu illuminieren. »Das ist der gleiche Sensor wie die Straßenlaternen«, erklärt Schupp die Technik. Einen Unterschied gibt es dann aber: die Straßenlaternen erlöschen mitten in der Nacht, die Lampen über dem Zebrastreifen bleiben eingeschaltet.

Die Platzierung des Überwegs war aber alles andere als einfach, eine richtige »Ausklügelei«, wie es Schupp formuliert. Denn in quasi jede Richtung mussten diverse Mindestabstände eingehalten werden. Schlussendlich fand man aber doch eine gute Lösung. Vor allem an den Bushaltestellen sei ein solcher Überweg wichtig, da auch viele Schüler täglich mit dem Bus in alle Himmelsrichtungen aufbrechen würden am hellen Morgen.

Naturkindergarten ist nah

Außerdem befindet sich der Naturkindergarten in der Nähe – der einzige in ganz Neubulach, was für zusätzlichen Fußgängerverkehr rund um den Ortskern sorgt. Neben Zebrastreifen und Bushaltestellen hat die Verwaltung auch noch die Zufahrt zur Kornstraße neu geregelt. Ureinst befand sich dort in der Straßenmitte eine Verkehrsinsel. Nun hat man diese abgebaut und es gibt nur noch eine Zufahrt zur Straße – im Zuge dessen wurde auch eine Fußgängerleitung mit rot markiertem Weg auf den Asphalt geklebt. Bei aller Arbeitswut in den vergangenen Wochen, ein Projekt ist noch nicht erledigt. Rechts der Bushaltestellen soll ein kleiner Platz entstehen, ein alter Wassertrog musste wegen dem Fundament des Lichtmastens versetzt werden, soll aber noch mal verwendet werden. Viel Grün und Sitzgelegenheiten schweben der Bürgermeisterin vor. »Das machen wir noch im Laufe des Jahres«, verspricht Schupp. Für die ganzen Maßnahmen musste die Stadt übrigens 85 000 Euro berappen. Doch das habe sich gelohnt, denn »Martinsmoos ist dadurch ein noch attraktiverer Wohnort geworden«, zieht Schupp eine positive Bilanz.

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