Arbeit kommt bezüglich der Reichenbacher Straßenbankette auf den Hornberger Bauhof zu. Foto: Kern

Die Ausbesserung der Straßenbankette ist im Hornberger Ortsteil Reichenbach ein Dauerthema. In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats nahm das Thema breiten Raum ein. Im MIttelpunkt stand die Frage nach dem Budget.

„Wir diskutieren seit Jahren, wie wir ein Verfahren hinkriegen, das nicht ständig Geld kostet“, stellte Ortsvorsteher Gottfried Bühler fest. Das verwendete Mineralgemisch halte an manchen Stellen, an anderen nicht. Grobschotter sei im Wald verwendbar, jedoch nicht bei landwirtschaftlichen Nutzwegen. Dort konnte sich Bühler die Verlegung von Rasengittersteinen vorstellen.

 

Hornbergs Bauhofleiter Gerd Wieseke nahm an der Sitzung teil und berichtete von seiner mehrtägigen Begutachtung und Aufnahme der Schadstellen: „Von den 56 Kilometern Strecke im Außenbereich sind 65 Prozent kaputt und die Maßnahmen sollten zügig angegangen werden.“ Wenn beispielsweise die Risse dieses Jahr nicht vergossen werden, sprenge es dort die Straßen.

Wieseke hatte Bürgermeister Marc Winzer die Ergebnisse der Inspektion vorgestellt und unter anderem wurde eine Fremdfirma für die Arbeiten in Betracht gezogen. Bekanntlich habe der Haushalt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die für Reichenbach eingestellten 40 000 Euro für Straßenunterhaltung reichen für eine Sanierung per Asphaltierung nicht aus. Diese mache laut Wieseke zwar am meisten Sinn, aber der Budgetrahmen reiche für das eingeholte Angebot (72 000 Euro) nicht aus. Eine Alternative sah der Bauhofleiter darin, mit Versuchsstrecken herauszufinden, welches Material wo funktioniere.

Einig waren sich die Räte, dass jede Art von Instandhaltung der Straßen wenig nützt, wenn vorher die Bankette nicht so reguliert werden, dass Wasser und Verschmutzung von Weg und Straße abfließen können. „Jedes Jahr wird debattiert, jedes Jahr wird es schlimmer“, zeigte sich Hans Wöhrle (CDU) frustriert. Die Stadt könne es nicht finanzieren. Es brauche Geld von übergeordneten Behörden und nach Ansicht Wöhrles sollte ein entsprechendes Programm aufgelegt werden. Seine Frustration wurde von den meisten seiner Kollegen geteilt. Bühler zeigte Verständnis, rief jedoch auf, einen machbarkeitsorientierten Vorschlag zu formulieren.

Weiteres Vorgehen

In Absprache mit dem Hornberger Bauhofleiter sollen die größten Schlaglöcher und Absenkungen sukzessive in Angriff genommen werden. Vorgesehen ist dafür ein Mix der Vorgehensweise, jeweils auf die unterschiedlichen Situationen zugeschnitten. So sollen bei den Abzweigen mit Nähe zu landwirtschaftlichen Betrieben Rasengittersteine verlegt werden. Hornbergs Bauhofleiter Gerd Wieseke schlug vor, einen Lastzug (etwa 18 Tonnen) zu bestellen. Die Kosten hierfür liegen bei 10,20 Euro pro Quadratmeter. Wo es möglich ist, wie unter anderem im Waldbereich Schondelgrund und Rohrenbachrundweg (bergseits) soll Grobschotter mit Mineralabdeckung verwendet werden.