In Marschalkenzimmern hat sich einiges getan in den vergangenen Jahren. Das Baugebiet „Ochsengarten“ und die Neugestaltung des Dorfplatzes im Jahr 2022 gehören dazu. Foto: Stöhr

Soll der Dornhaner Teilort am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnehmen? Diese Frage wurde im Ortschaftsrat besprochen.

Die erste Ortschaftsratssitzung im Jahr 2024 begann mit einem Rückblick und einem Ausblick.

 

Ortsvorsteher Gerhard Röhner hatte eine Präsentation vorbereitet, in der er noch einmal die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren ließ und auch schon einen Blick in die Zukunft wagte. Eine positive Tendenz zeige sich etwa bei der Einwohnerentwicklung. Während alle Dornhaner Ortsteile bis auf die Stadt eine abnehmende Einwohnerzahl aufweisen, könne Marschalkenzimmern einen Einwohnerzuwachs verzeichnen. Während der Ort im Jahr 2013 noch 888 Einwohner hatte, sind es zehn Jahre später bereits 1015. Die Erschließung neuer Baugebiete, der Zuzug von Familien und die Flüchtlinge hätten ihren Beitrag dazu geleistet, erklärte OV Röhner.

Jubiläumsfeste stehen bevor

Weniger erfreulich sei dagegen die Schließung der Kreissparkassenfiliale gewesen. Die kleinen Orte verlören dadurch an Infrastruktur.

Positiv sei dagegen wieder der Glasfaserausbau an der Grundschule Marschalkenzimmern-Weiden. Die Zusammenlegung der beiden Grundschulen sei die richtige Entscheidung gewesen, ist sich Gerhard Röhner sicher. Der geplante Anbau mit zwei weiteren Klassenzimmern trage zur Sicherung des Standorts bei.

Einen Jahresausblick mit den wichtigsten Veranstaltungen gab Röhner ebenfalls. Einige Jubiläumsfeste stehen 2024 an. Neben dem Maibaumstellen (30. April) und der Backhaushockete (ab 31. August) gilt es im September das 25-jährige Jubiläum des Mühlwieshalle sowie „10 Jahre Bürgerverein“ zu feiern. Was die Umsetzung anstehender Projekte, angeht, müsse man in diesem Jahr noch kleinere Brötchen backen.

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Von der Verwaltung der Stadt sei er angesprochen worden, ob für Marschalkenzimmern eine Beteiligung an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Frage komme, informierte der OV und stellte die Aktion, die auf Kreis- , Landes - und Bundesebene stattfindet, vor. Fürnsal habe vor vielen Jahren einmal bei solch einem Wettbewerb einen Preis bekommen.

Ob es sich für Marschalkenzimmern lohnen würde, müsse man abwägen. Der neue Dorfplatz könne sich sehen lassen, ebenso das reiche Vereinsleben. Eine Bewerbung sei bis Mai möglich. Die Mitglieder des Ortschaftsrats äußerten sich zu einer möglichen Bewerbung eher kritisch, auch angesichts des vollen Terminkalenders und des Nachholbedarfs, den es im Ort doch noch an manchen Stellen gebe. Die Versammlung war sich einig, es in diesem Jahr nicht zu wagen, vielleicht aber zu einem späteren Zeitpunkt. Es sei kein Fehler, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, schlussfolgerte OV Röhner, der bei der Kommunalwahl im Juni nicht mehr antreten wird.