Baugrundstücke oder Festplatz? Hubertshofens Ortschaftsrat debattierte über den einstigen Spielplatz am Pfarrhaus (links) und entschied sich für Bauland. Foto: Lutz Rademacher

Der Hubertshofener Ortschaftsrat debattiert über das Gelände am Pfarrhaus und entscheidet sich gegen die vorgeschlagene Alternativlösung.

Auf der zentralen Freifläche in der Hubertshofener Ortsmitte sollen zwei Bauplätze entstehen.

 

Dafür hat sich der Ortschaftsrat ausgesprochen und damit den Vorschlag abgelehnt, auf dem Areal einen Festplatz zu realisieren.

Auf Empfehlung des Ortschaftsrats hatte die Stadt Donaueschingen vor Jahren das Grundstück beim Hubertshofener Pfarrhaus erworben. Damals wollte das Gremium dort zwei Bauplätze erschließen. Hierfür waren im Haushalt 2024 100 000 Euro vorgesehen. In der aktuellen Haushaltsberatung brachte Ortsvorsteherin Monika Winterhalder aber eine neue Variante ins Spiel.

„Mir ist der Platz für einen Festplatz zu schade“

Ein Mitbürger hatte vorgeschlagen, auf dem Gelände einen Festplatz zu errichten. „Mir ist der Platz für einen Festplatz zu schade“, so Ortschaftsrat Harald Vogt. Zwei Grundstücke seien wertvoller als ein Festplatz, auf dem alle zwei Jahre ein Fest stattfindet. Für Feste könne man die Schwimmbadstraße sperren und die Infrastruktur des Feuerwehrhauses nutzen. Monika Winterhalder sah das zentrale Gelände auch als möglichen Standort für eine spätere Errichtung eines Gebäudes für die Dorfgemeinschaft. Ein solches Gebäude auf der grünen Wiese sei immer Wunsch gewesen, aber ein Standort fehlte. Stadtrat Andreas Willmann glaubte nicht, dass der Gemeinderat den Weg Festplatz mitgehen würde, zumal für den Grund viel investiert wurde und Haushaltsmittel für Bauland reserviert sind.

Ortvorsteherin: „Vertane Chance“

Franz Ritter kritisierte, eine andere Nutzung sei unehrlich gegenüber jenen, die über die Gelder für Bauplätze entschieden hätten. Auch Monika Maier war für die Nutzung als Bauland.

Ortvorsteherin Winterhalder sprach im Anschluss von einer „vertanen Chance“. Ähnlich äußerte sich Lothar Grimm von der Narrenzunft Waldwinkel, die den Platz im Januar für ihr Jubiläum nutzen wird.