Wird das gesamte Bauwerk nach dem Ende der Wasserrechtlichen Erlaubnis abgebrochen? Foto: Schwind

Hochwasserschutzpläne, Baumschicksale, die Kommunalwahlen 2024 und ein Appell gegen Hundekot, waren Themen im Fischinger Ortschaftsrat.

„Wo der Neckar munter fließest, durch das Dörflein, das so schmal …“, heißt es im Fischinger Heimatlied. Wie munter er nach den Hochwasserschutzmaßnahmen noch fließen wird muss sich zeigen.

 

In der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates wurden die ersten Planungen vorgestellt. So solle das Neckarbett im Bereich der Kraftanlage um rund einen Meter tiefer gelegt werden, weshalb die Betreiberfirma Öhler ihr Kraftwerk an die neuen Gegebenheiten das Hochwasserschutzes anpassen müsse. Das Planfeststellungsverfahren zum Hochwasserschutz werde vom Regierungspräsidium eingeleitet, hier seien noch Detailabstimmungen notwendig. „Die Wasserrechtliche Erlaubnis des Kraftwerkbetreibers endet im Jahr 2028“, so die Infos von Ortsvorsteher Jürgen Huber.

Rückschnitt Lindenbaum

Es tue einem Baumfachwart beim Anblick des Baumes in der Seele weh, was hier ein professioneller Baumpfleger vollbracht habe, war die Meinung im Fischinger Ortschaftsrat. Nachdem die ENBW an den Fischinger Ortsvorsteher Jürgen Huber heran getreten war, dass Äste der Linde die Leitungen behindern würden, habe sich der Ortschaftsrat in der letzten Sitzung für einen Rückschnitt entschieden. Was aber ein Baumpfleger mit dem Baum fabriziert habe erfordere jedoch recht viel Fantasie, um darin noch einen Lindenbaum zu erkennen. Die Tragödie an der Sache sei, dass der Baum jetzt gefällt werden müsse.

Ärger um Hundekot

Ein kleines Wiesengrundstück beim „Blotzbrunnen“ sorge derzeit für Missmut in der Bevölkerung, im Ortschaftsrat und auch beim Amt für öffentliche Ordnung. Es sei ein beliebter Platz bei Alt und Jung in Fischingen. Jetzt seinen dort allerdings auf einer Fläche von 50 Quadratmetern 15 Hundehaufen gezählt worden, „die mit einem zusätzlichen Aufwand vom Fronmeister entfernt wurden“, so Ortsvorsteher Huber. Daraufhin habe die Ortsverwaltung einen Appell im Mitteilungsblatt veröffentlicht.

„Die Entsorgung auf Kosten der Allgemeinheit ist unverschämt“, so ein Zitat aus dem Sulzer Mitteilungsblatt. Zusätzlich bestehe die Gefahr, dass sich andere Tiere und Menschen durch die Parasiten und Krankheitserreger im Kot infizieren.

Ein durchaus ernst gemeiner Tipp der Fischinger Ortsverwaltung: „Gönnen Sie ihrem Hund eine Abwechslung: Lassen sie ihn vor ihre eigene Tür kacken!“ Das Amt für Öffentliche Ordnung habe sich zur Ermittlung eingeschaltet.

Kommunalwahlen 2024

Auf Beschluss der Landesregierung finden die Kommunalwahlen am 9. Juni 2024, am Termin für die Europawahl, statt.

Gewählt werden der Kreistag, der Gemeinderat und die Ortschaftsräte. Die Wahlvorschläge für den Gemeinde- und Ortschaftsrat seien bis zum 28. März, um 18 Uhr bei der Stadt Sulz einzureichen. Kandidieren können Personen ab 16 Jahren. Der Ablauf des Wahlvorschlagverfahrens solle noch im Mitteilungsblatt bekanntgegeben werden.

Die jetzigen Ortschaftsratsmitglieder, Sabine Bossenmaier, Hubert Breisinger, Tobias Giering Jürgen Huber Karl-Heinz Mysliwietz kandidieren wieder für den Ortschaftsrat, unter dem Wahlvorschlag „Bürger für Fischingen“.