Der Brückenbau in der Gosbertstraße wird in diesem Jahr fortgesetzt. Foto: Steinmetz

Nach einem Jahr als Ortsvorsteher konnte Timo Wachendorfer bei seinem Rückblick auf 2023 für sich feststellen, dass er sich in Ergenzingen wohl fühle und hier gut aufgenommen worden sei. Kommunalpolitisch sei es auch ein erfolgreiches Jahr gewesen.

Einige Projekte wurden abgeschlossen, noch mehr aber angestoßen. „Das Geschäft geht nicht aus“, stellte Wachendorfer in seinem Ausblick fest.

 

Was am meisten in Ergenzingen bewegt hat, ist die Brückensanierung der Bahn in der Gosbertstraße, verbunden mit Umleitungen und auch so manchem Ärger. Die Arbeiten werden bis August fortgesetzt. In der zweiten Bauphase wird es wieder Straßensperrungen geben.

Ein Ausblick auf Bauangelegenheiten Auf dem Friedhof ist mit dem letzten Bauabschnitt begonnen worden. Dieses Vorhaben soll 2024 abgeschlossen werden. Derweil wurde in „Ergenzingen-Ost“ der letzte Gewerbebauplatz verkauft. Hier stünden keine weiteren Ansiedlungsflächen mehr zur Verfügung, nur Firmenerweiterungen seien noch möglich. Dagegen werden künftig im „Höllsteig“ mit dem Auslegungsbeschluss für die zweite Erweiterung des Gebiets neue Flächen für Handwerksbetriebe geschaffen.

Der Erweiterungsbau für die Grundschule steht ebenfalls an. Möglicherweise werde man schon im nächsten Schuljahr dreizügig sein. Der Architektenwettbewerb habe bereits begonnen. „Wir warten auf die ersten Modelle“, berichtete Wachendorfer. Im Neubaugebiet „Öchsner II“ hat der Ortschaftsrat acht Bauplätze zum Verkauf freigegeben, für sieben davon lägen fixe Zusagen vor. In diesem Frühjahr sollen die Kaufverträge geschlossen werden. Es habe auch etliche Absagen gegeben, weil die Finanzierung des Hausbaus oder die gewünschte Bauweise nicht möglich gewesen sei. Wachendorfer kündigte an, dass der Ortschaftsrat im März wieder beschließen solle, wie viele Bauplätze 2024 vergeben werden.

Naturkindergarten ist eröffnet Für die Außenanlage des Jugendraums und des Schulhofs, die attraktiv gestaltet werden soll, ist ein Baubeschluss gefasst worden. Angebote seien bereits eingegangen. Der Naturkindergarten ist eröffnet worden – für Wachendorfer ein sehr positives Ereignis. Die Eltern seien von der Einrichtung begeistert, ein engagiertes Team, das mithelfe, habe sich gebildet. Es fehlten nur noch einige Kleinigkeiten, beispielsweise ein kleiner Lagerplatz. Bei der Umzäunung werde man sich mit der Kindergartenleitung abstimmen. Die Photovoltaikanlage zur Beleuchtung werde im Januar geliefert, teilte der Ortsvorsteher auf Nachfrage von Oliver Künnert (CDU/UB) mit. Wachendorfer ist überzeugt: „Wir haben etwas Einzigartiges geschaffen.“ Das vordere Bahnhofsareal wird derzeit neu gestaltet. Fahrradboxen stehen inzwischen. „Das sieht richtig gut aus“, stellte der Ortsvorsteher fest. Bäume sollen jetzt noch gepflanzt werden.

Pflegeheim „Haus am Seltenbach“ wird eröffnet Erfreulich ist auch, dass das Pflegeheim „Haus am Seltenbach“, eine Einrichtung der Hospitalstiftung, am Samstag, 20. Januar, eröffnet werden kann. Die ersten Bewohner seien eingezogen. Sehr gelungen findet Wachendorfer den Begegnungsraum, in dem nun Veranstaltungen stattfinden könnten.

Probleme gibt es beim Glasfaserausbau Eine sehr große Baumaßnahme, die aber bislang alles andere als erfreulich verlief, ist der Glasfaserausbau in Ergenzingen. Wachendorfer hofft nun, dass es mit einer anderen Firma besser weitergeht. Im März sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Gelungen sei die Dorf-App. Sie habe 700 Mitglieder und finde eine gute Resonanz. Im vergangenen Jahr hat der Ortschaftsrat acht Bürgergeldanträge mit einer Gesamtsumme von 22 000 Euro bewilligt. Teilweise müsse das Geld aber noch in diesem Jahr ausbezahlt werden.

Zum 31. Dezember 2023 erreichte Ergenzingen einen Bevölkerungsstand von 4572 Einwohnern. Aufgefallen ist Wachendorfer an der Statistik, dass es im Ort niemanden gibt, der 96 Jahre alt ist. Ansonsten sei jedes Alter bis 101 vertreten. Über 96 seien es aber nur noch Frauen.