Mit einer Ortsbegehung wird auf bauliche Probleme in Altoberndorf aufmerksam gemacht. Doch auch der Festausschuss macht sich Gedanken, wie man den Ort für die große Jahresfeier in neuem Glanz erstrahlen lassen kann.
Ortsvorsteher Christian Schmider-Wälzlein erläuterte in der Ortschaftratsitzung die Karenzzeit, die es aufgrund der Europa- und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 zu beachten gäbe. Ab 9. März 2024 sind Personen in einem öffentlichen Amt zur Neutralität verpflichtet und dürfen in ihrer Funktion keine Wahlwerbung machen.
Am 7. März findet im Oberen Schulsaal eine Nominierungsveranstaltung statt, bei der die Kandidaten für die Wahl zum Ortschaftsrat vorgestellt werden. Derzeit gäbe es sieben Bewerber. Allerdings seien darunter keine Frauen, bedauerte der Ortsvorsteher.
Einweihung und Dorfstammtisch
Im kommenden Jahr will man im Ort den 750. Geburtstag feiern. Dazu trifft sich der Hauptausschuss am 5. März im Rathaus. Am Samstag, 6. April, findet die Aktion „Saubere Landschaft“ statt, zu der viele freiwillige Helfer eingeladen sind.
Nachmittags um 15 Uhr wird es die Einweihung des Schwalbenturmes geben, der sich ein Dorfstammtisch hinter dem Rathaus anschließen wird. In den Riedwiesen und unterhalb der Wacholderheide habe man zwei Brunnen freigelegt und wieder mit Wasser versorgt. Man werde versuchen, beim Brunnen Riedwiesen eine Ruhebank zu installieren.
Erweiterung beim Gewerbegebiet
Demnächst werde er mit Thomas Jäger vom Tiefbauamt der Stadt eine Ortsbegehung machen, um ihn auf dringend erforderliche Reparaturarbeiten im Ort aufmerksam zu machen, teilte der Ortsvorsteher mit. Zudem regte er an, mit dem Ortschaftsrat eine Gemarkungswanderung zu unternehmen.
Michael Lübke, Leiter des Verwaltungsbereichs Planen und Bauen bei der Stadt Oberndorf, war zur Sitzung gekommen, um dem Gremium die 4. Änderung der Erweiterung des Gewerbegebiets Wüstfeld vorzustellen. Hier ging es darum, die Sortimentsbeschränkung aufzuheben, damit sich in einem bestehenden Gebäude ein neuer Betreiber ansiedeln kann.
Kernstadt ist fahrradfreundlich
Michael Lübke stellte dem Ortschaftsrat auch die Radverkehrskonzeption des Büros Modus Consult aus Ulm vor, das für die Stadt Oberndorf erstellt worden war. Er ging auf das Gesamtkonzept ein, das bis 2035 einen Radverkehrsanteil von 15 Prozent in der Stadt erreichen will. Im Kernstadtbereich sei die Situation zwar sehr radverkehrsaffin, die Vernetzung mit den Umlandgemeinden auf den beiden Hochflächen des Neckars lasse allerdings zu wünschen übrig.
Altoberndorf profitiere von seiner Lage im Tal und die Radwegesituation werde zusätzlich durch die Mehrfachbeauftragung geprüft. Im Ort sei vor allem die Engstelle „Mausloch“ am Neckartalradweg kritisch, aber auch der Weg in Richtung Trichtingen /BAB und die Querung an der Brücke Richtung Turnhalle müsse überdacht werden.
Für die Infrastruktur des Radverkehrs gelte es zusätzlich geeignete Radabstellanlagen zu schaffen, die derzeit noch Mangelware seien erklärte Michael Lübke.