Die Bürger leben sichtlich gerne in den sieben Stadtteilen auf dem Kleinen Heuberg.

An der großen Umfrage des Schwarzwälder Boten haben zahlreiche Menschen aus Bickelsberg, Brittheim, Heiligenzimmern, Isingen, Leidringen, Rosenfeld und Täbingen teilgenommen. Sie verteilten in 14 Kategorien jeweils bis zu zehn Punkte.

 

Im Durchschnitt ergab sich daraus eine Gesamtbewertung von 5,90 Punkten. Damit hat Rosenfeld zufriedenere Einwohner als die größere Nachbarstadt Haigerloch (5,89), liegt aber beispielsweise hinter Geislingen (6,89) und Schömberg (6,51). Damit platziert sich die Stadt im Mittelfeld bei der Zufriedenheit der Einwohner in den 25 Kommunen im Zollernalbkreis.

Top 1: Sauberkeit

Sauberkeit im Ortsbild und eine gut funktionierende Müllentsorgung werden in den meisten Kreisgemeinden gelobt und Rosenfeld ist mit der Gesamtnote 7,49 keine Ausnahme. Ungewöhnlich ist aber, dass ausgerechnet diese Kategorie den höchsten Wert für die Stadt erreicht. Das bildet möglicherweise den Einsatz des Bauhofs ab, der von manchen Bürgern gelobt wird. Vor allem die optisch bedeutsamen Punkte in der Kernstadt werden sorgsam gepflegt. Anders sieht es in den Teilorten aus, dort gibt es auch vereinzelt Kritik und beispielsweise von einem Umfrageteilnehmer aus Leidringen die Forderung nach mehr Mülleimern.

Top 2: Sport & Vereine

Auch mit dieser Kategorie fällt Rosenfeld nicht aus dem Rahmen: Sport und Vereine erhalten 7,27 Punkte – eine gute Bewertung, aber im kreisweiten Vergleich nicht ungewöhnlich. Positiv fällt auf, dass in der Gesamtstadt nicht der Fußball dominiert, sondern es in den zwölf Sportvereinen eine große Spartenvielfalt gibt. Über den Sport hinaus bietet Rosenfeld eine breite Palette von insgesamt 54 Vereinen, von A wie Angelsport bis W wie Wanderfreunde. Sie alle engagieren sich und bereichern das öffentliche Leben.

Top 3: Lebensqualität

In dieser „Catch all“-Kategorie war danach gefragt, wie die Einwohner ihre Stadt finden und wie Auswärtige diese sehen. Der Wert von 6,93 ist gut, wenn auch im kreisweiten Vergleich nicht ungewöhnlich. Die Lebensqualität wurde schon im Bericht zur Stadtentwicklung 2035 sehr hoch bewertet. Stimmen von Umfrageteilnehmern dazu: „Einfach ein super Ort zum leben, auf dem Land und trotzdem mit allem, was man braucht. Die schöne Landschaft entschädigt für das eventuell Fehlende.“ Hier kommt Rosenfeld seine große Fläche mit viel Natur zu Gute.

Flop 1: Digitalisierung, Energie & Klima

Hier wurden drei Bereiche zusammengefasst, die zusammen die Note 4,91 ergaben – die schlechteste für Rosenfeld in allen Kategorien. Es lohnt sich ein Blick auf die Details.

Für den ländlichen Raum ist schnelles Internet ein Standortfaktor. In Rosenfeld ist dabei nicht alles optimal gelaufen – und die Stadt erhält dafür von ihren Bürgern in der Umfrage mit 4,62 die drittschlechteste Note im gesamten Zollernalbkreis. Beim Mobilfunk ist Rosenfeld nur knapp über dem Relegationsplatz: Mit 5,01 wird die Stadt nur noch von Hechingen, Ratshausen und Zimmern unter der Burg unterboten. Abstiegsbedroht ist die Stadt beim Engagement für den Umweltschutz: Mit 5,11 Punkten liegt sie da nur noch vor Hausen am Tann und weit abgeschlagen hinter dem „Musterschüler“, der benachbarten „Sonnenstadt“ Geislingen.

Flop 2: ÖPNV

Bei der öffentlichen Verkehrsanbindung geht es Rosenfeld wie eigentlich überall auf dem Land: Es gibt nur wenige Busverbindungen – zu wenige nach dem Geschmack der Rosenfelder, Note: 4,92. Gefordert wird von Umfrageteilnehmern beispielsweise eine bessere Anbindung, insbesondere in den Kreis Rottweil, vor allem morgens und abends. Auch der bisherige Ausbau der Radwege genügt manchen Rosenfeldern noch nicht.

Flop 3: Gastronomie

Wiedereröffnungen wie die des Brittheimer „Turmstübles“ sind die Ausnahme: Den Rosenfeldern fehlen Cafés und Gasthäuser, nachdem einige Lokale geschlossen wurden. Für Auswahl und Qualität der Gastronomie gibt es deshalb nur mittelmäßige 5,04 Punkte. Kritik gab es auch an häufigen Pächterwechseln. Neu eröffnet haben eine Eisdiele und mehrere Döner-Läden.