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Offenburg Prügel-Attacke: Von inneren Stimmen getrieben?

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Das Landgericht Offenburg versucht seit Dienstag zu klären, ob der Angeklagte in eine Psychatrie muss. Foto: Symbolfoto: Seeger

Offenburg - Ein 25-jähriger Somalier steht seit Dienstag vor dem Offenburger Landgericht. Er soll Mitte Mai einen Rentner schwer verletzt haben. Untersucht wird, ob der Angeklagte in eine Psychiatrie kommt und ob die Polizei die Tat hätte verhindern können.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat der 25-jährige Somalier Mitte Mai einen 76-jährigen Rentner grundlos am Freiburger Platz in Offenburg attackiert und verletzt. Der 76-Jährige erlitt schwere Verletzungen und verlor auf einem Auge die Sehkraft – zudem ist er ein Pflegefall geworden.

Nach Expertenmeinung soll der Angeklagte an paranoider Schizophrenie leiden. Zum Auftakt gestand er die Tat und berichtete von inneren Stimmen, die ihn dazu gedrängt hätten, den Rentner zu attackieren, da dieser ihn "sexuell missbrauchen" wollte.

Polizei lässt Angeklagten wieder auf freien Fuß

Fest steht bisher, dass der Angeklagte am 15. Mai zunächst gegen 21 Uhr mit einem Taxi aus Freiburg nach Basel zu seiner Freundin fahren wollte. Der Taxi-Fahrer, der als Zeuge vor Gericht geladen war, berichtete von einem zunächst ganz normalen Fahrgast. Das änderte sich jedoch schlagartig. Der 25-Jährige wurde während der Fahrt plötzlich aggressiv und ungeduldig. Dann schlug er dem Taxi-Fahrer zweimal auf den Hinterkopf, griff ins Lenkrad und versuchte aus dem Auto zu springen. Nachdem das Auto zum Stehen kann, flüchtete er. Polizisten des Präsidiums Offenburg konnten ihn kurze Zeit später festnehmen.

In der Folge verhielt sich der Angeklagte weiter "komisch", wie Zeugen mehrfach berichten. Immer wieder soll er abwechselnd arabisch-deutsche Textpassagen im Revier von sich gegeben haben, auch "Allahu akbar" sagt er immer wieder. Zudem solle er einen Beamten auf dem Weg ins Revier nach "dem besten Gras in der Stadt" gefragt haben. Die Beamten nahmen die Personalien des Somaliers auf, verhörten ihn und setzten ihn wieder auf freien Fuß.

Gegen 1.30 Uhr des 16. Mai wurde dann eine weitere Streife auf den Angeklagten aufmerksam. In einer Offenburger Shisha Lounge kontrollierten Beamte den 25-Jährigen. "Da aber keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorlag und der Angeklagte keine Gefahr für andere darstellte, ließen wir den Mann laufen", so ein Zeuge der Bundespolizei.

Etwa eine halbe Stunde später, kurz vor 2 Uhr, kommt es dann zur schrecklichen Tat. Der 76-jährige Rentner befindet sich auf dem Nachhauseweg von einem Spieleabend, als er auf den Angeklagten trifft. Dieser tritt unvermittelt auf den Rentner ein – auch als dieser bereits am Boden liegt. Eine riesige Blutlache entsteht, wie mehrere Zeugen zu Protokoll gaben.

Ein vorbeifahrender Zeuge hält an einer roten Ampel und beobachtet die Tat. "Nach der Tat war der Angeklagte ein anderer Mensch", berichtet der Beamte der Bundespolizei, der den Mann eine halbe Stunde zuvor in der Shisha Lounge kontrolliert hatte und nun zum Tatort gerufen worden war. Der Angeklagte sei anschließend völlig ruhig und teilnahmslos gewesen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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