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Oberreichenbach Krise überwunden: Pläne für die Zukunft sind jetzt gemacht

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Kerstin Metzler (Vorstand, von links), Erdmunte Haller, Einsatzleiterin Brigitte Lawrenz, Nadine Tscheuner, Nicole Kloos und Gebhard Weik (Vorstand) blicken der Zukunft entgegen. Foto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Oberreichenbach. Bei der Hauptversammlung des Vereins "für uns in Oberreichenbach" nahm der Vorsitzende Gebhard Weik zur aktuellen Situation Stellung und stellte neben dem Haushaltsplan auch die Planung für die Zukunft des Vereins vor. Das Krisenjahr 2018 sei erfolgreich überwunden und man gehe mit Zuversicht und neuen Ideen in die Zukunft.

Der vor sieben Jahren gegründete Oberreichenbacher Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, älteren, kranken und behinderten Menschen im Alltag Hilfe zu leisten. Auch die ehrenamtliche Unterstützung von pflegenden Angehörigen und Familien in Not gehört zum Leistungsumfang des Vereins. Mit rund 60 Mitgliedern, zwei Angestellten und momentan zwölf ehrenamtlichen Helfern schließe der Verein die Lücke zwischen der Betreuung durch Angehörige und den Angeboten der medizinischen Dienste, so Weik. Neben der Hilfe im Haushalt wie laufende Reinigungsarbeiten, Wäschepflege, Zubereitung von Mahlzeiten und Einkäufe bietet der Verein vor allem persönliche Begleitung durch Besuche, Gespräche und gemeinsame Aktivitäten.

Schulungen im Angebot

"Wir wollen es unseren Klienten ermöglichen, so lange wie irgendwie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben zu können", erklärt Weik den Ansatz des Vereins. Die Erhaltung der Lebensqualität stehe an erster Stelle. Darüber hinaus wolle man pflegende Angehörige durch stundenweise Betreuung bei ihrer täglichen Arbeit entlasten. "Unsere Arbeit beginnt dort, wo die Arbeit des Pflegedienstes endet", meint Weik.

Darüber hinaus bietet der Verein Informationen und Schulungen sowie persönliche Beratung zu den verschiedenen Abrechnungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige an. Nachdem der Verein in der Vergangenheit seine Dienstleistungen in die Bereiche haushaltsnahe Hilfe und Betreuung aufgeteilt hatte und den einen Bereich durch Mini-Jobber und die Betreuung durch ehrenamtliche Helfer organisiert hatte, sorgten die Unterstützungsangebote-Verordnung des Landes im Jahr 2017 für erhebliche Turbulenzen im Verein. Denn plötzlich stand der Vorwurf der Scheinselbstständigkeit der Helfer im Raum und die Berufsgenossenschaft schickte die ersten Rechnungen. Was als nachbarschaftlich organisierte und unbürokratische schnelle Hilfe begann, wurde nun aufgrund der professionellen Organisation zum Bürokratiemonster. Um nicht Gefahr zu laufen, hier in haftungsrechtliche Probleme zu kommen, wurde der Bereich Haushaltshilfe erst einmal eingestellt und man konzentrierte sich auf die persönliche Betreuung. Weik kämpfte sich ein Jahr mit seinem Team durch die Vorschriften.

Herausgekommen ist ein Konzept für die Zukunft des Vereins, das maßgeblich wieder auf den beiden Säulen Hauswirtschaft und Betreuung steht. Auch wenn inzwischen eine 160 Stunden umfassende Schulung der Mini-Jobber Voraussetzung ist, will der Verein ab sofort diesen Bereich ausbauen. Zwei Angestellte im Verwaltungs- und Organisationsbereich des Vereins koordinieren die Anfragen. Ehrenamtliche Helfer kümmern sich weiterhin um die persönliche Begleitung der Klienten im Alltag.

Der Haushaltsplan wurde im Anschluss beraten. Entgegen der vorgestellten Planung, die mit einem Defizit für das laufende Jahr enden sollte, riet Oberreichenbachs Bürgermeister Karlheinz Kistner dem Verein, die schwarze Null anzuvisieren. Die anschließende Diskussion endete im Beschluss, die weit unter den professionellen Pflegediensten angesetzten Stundentarife in beiden Wirkungsbereichen des Vereins so anzuheben, dass das geplante Defizit weitgehend ausgeglichen werden könne.

Zum Schluss stand dann noch die Wahl des Vorsitzenden an, da Weik sein Amt bereits bei der vergangenen Wahl nur kommissarisch für ein Jahr übernommen hatte. Und auch in diesem Jahr musste Weik erneut für ein Jahr einspringen, da kein Nachfolger gefunden wurde.

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