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Obernheim Gotteslob nach Noten bringt Glück

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Beeindruckender Anblick, beeindruckender Gesang: Der Projektchor "Le Consort Nouveau" gastierte einmal mehr in St. Afra. Foto: Hoffmann Foto: Schwarzwälder Bote

Selten gespielte Werke hat der Projektchor "Le Consort Nouveau" in sein 13. Konzert in St. Afra gepackt, für das die Aktiven zuvor einige Tage im Tieringer Haus Bittenhalde geprobt hatten. Es hat sich gelohnt.

Obernheim. Mit den Worten aus Psalm 150 "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn" hat Bürgermeister Josef Ungermann den Projektchor "Le Consort Nouveau" und seinen Leiter Matthias Listmann in der gut besuchten Kirche St. Afra Obernheim begrüßt. Für Listmann war es das 13. Konzert mit dem Projektchor, das mit Hilfe von Alex Moser, gut organisiert, zu einem festen, repräsentativen Bestandteil im Sommerprogramm auf dem Großen Heuberg geworden ist. Werke von bekannten Komponisten waren zu hören.

Gleich zur Eröffnung erklang reizvoll und festlich von Karg Elert "Nun danket alle Gott", kunstvoll gespielt auf der Orgel von Kantorin Antje Schweizer. Gut erkennbar war dabei, wie Elert den Choral bearbeitet hat. Nun stellte sich der Chor vor dem Altar in festlicher Kleidung auf und sang mit Orgelbegleitung sehr sicher und prägnant von Albert Hay Malotte: "The Lords Prayer".

Ein weiterer ausdrucksvoller Chorsatz mit den typischen Charakteristika des französischen Komponisten Gabriel Fauré folgte klangschön mit dem Werk "Cantique de Jean Racine Op. 11". Der kraftvolle Chorgesang und die klaren Stimmen vereinten sich hingebungsvoll mit den figurierten Orgeltönen. Was nicht auf dem Programm stand, waren zwei gespielte Werke des Cappella Vivace Orchesters mit Kapellmeisterin Heidi Augstein. Hier brillierten in höchsten, flüssigen Tönen eine Solo-Trompete von Giuseppi Torelli. Aber auch die fast theatralische, spannungsvolle Interpretation eines Konzerts von Johann Sebastian Bach in C-Dur war ein wundervolles Zusammenspiel, in diesem Fall zwischen der Solo-Oboe und den Streichern.

Ein Höhepunkt des Abends allerdings war die Messkomposition von Joseph Haydn mit "Große Orgelmesse Hob. 22/4 in Es-Dur Missa in honorem". Einen besonderen Glanz brachten die Gesangssolisten mit ihren unglaublichen, dynamischen Fähigkeiten. Sie zauberten nachdenkliche Stimmung vom Kyrie über das Gloria zum Agnus Dei und von Allegro bis zum Adagio-Presto, wobei der Chor mit Orchester und Orgel Haydns Gotteskraft und Stärke – einmal dramatisch, einmal melancholisch – mit einem beachtlichen Stimmenpotenzial rüberbrachte.

Gemeinsam stimmten am Ende alle "Großer Gott, wir loben Dich" an. Die professionellen Sänger und Solisten boten ein ergreifendes Hörerlebnis, das vom Publikum mit stehendem Applaus gefeiert wurde. Alex Moser dankte den Musikern für die grandiose Leistung – sie hätten nachhaltig die Zahl 13 zur Glückszahl gemacht und sich in die Herzen der Fans gesungen. Deshalb freuten die Obernheimer und ihre Gäste sich schon auf ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahr.

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