Das Fällen des Baumes hat laut Stadt nichts mit den geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen zu tun. Foto: Cools

Schreckenssekunde am Montagmorgen: Aufmerksame Oberndorfer hatten bemerkt, dass ein Baum am Neckar gefällt wurde. Im Lichte der jüngsten Entscheidungen bezüglich der Hochwasserschutzmaßnahmen sorgte das bei manchen Bürgern für Unruhe.

Oberndorf - Im Februar hatte der Gemeinderat die umstrittenen Hochwasserschutzmaßnahmen mit der geplanten Rodung der Bäume auf der Dammkrone am Neckar zwischen dem Freibad und der Firma Rheinmetall beschlossen. Deshalb mutmaßten einige Bürger, dass die Stadt nun schon mit der Umsetzung begonnen haben könnte, obwohl diese eigentlich erst für Herbst oder Winter 2021 vorgesehen ist.

Baumfällaktion wegen Verkehrssicherungspflicht

Eine Nachfrage bei der Stadt brachte Licht ins Dunkel. Demnach hat die Baumfällaktion im Vorfeld der Hochwasserschutzmaßnahmen noch nicht begonnen. "Die Bäume werden erst dann gefällt, wenn das Landratsamt die Genehmigung für die Hochwasserschutzmaßnahmen erteilt hat und der Förderbescheid vorliegt", erklärte Bürgermeister Hermann Acker. Weshalb der Baum gefällt wurde, konnte er aber nicht sagen.

Tiefbauamtsleiterin Romy Bloß sorgte für Aufklärung. Der Baum sei am Montag im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gefällt worden, nachdem der Stamm Anfang des Jahres durch Schneebruch gespalten worden sei und zur Hälfte im Neckar gelegen habe.

Die Standfestigkeit der übrigen Baumhälfte habe nicht mehr gewährleistet werden können. "Deshalb musste er gefällt werden, bevor weiterer Schaden entsteht", erklärt Romy Bloß.

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