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Oberndorf a. N. Talplatz-Nutzung ist weiter umstritten

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Die Neugestaltung des Talplatzes steht weiterhin in der Diskussion. Foto: Schwarzwälder Bote

Dass der Dauerparkerei im Parkhaus Wettestraße – eventuell per Schranke – Einhalt geboten werden soll, darüber sind sich die Stadträte wohl einig. Wie die Stellplätze im Tal künftig verteilt werden sollen, darüber gehen die Meinungen im Gremium jedoch auseinander.

Oberndorf. Bereits im Ausschuss für Technik und Umwelt hatte Markus Schaible vom Planungsbüro Kölz das Parkraumkonzept ausführlich vorgestellt (wir berichteten). Nun erläuterte Schaible die Ergebnisse der Planer in der Sitzung des Gemeinderats dem Gesamtgremium.

Seinen Ausführungen war zu entnehmen, dass die Stellplätze auf dem Talplatz die am intensivsten genutzten der ganzen Kernstadt sind. "Der Talplatz ist offensichtlich ein Parkbrennpunkt", merkte Freie-Wähler-Stadtrat Sigmar Wehner dazu an. Wehner, dessen Familie das Modehaus Hoffmeyer betreibt, war über den Lösungsvorschlag, die Stellplätze nach der geplanten Neugestaltung des Platzes zu verlegen, nicht angetan. Eine Interimslösung auf dem Brauerei-Areal, bis für dieses ein neuer Investor gefunden ist, findet ebenfalls nicht seine Zustimmung. Schließlich gebe es im Tal auch noch Bäcker, Metzger, Apotheke und Friseure – Einzelhandel eben. "Wir haben da unten keine Leerstände."

Dass der Talplatz schöner gestaltet werden soll, findet er gut. Aber man könne nicht die Parkplätze rausnehmen und sie "hinterm Haus" installieren. Dies ist seiner Meinung nach kein adäquater Ersatz. Man könne ja mal die Firma Aldi fragen, was deren Manager dazu sagen würde, wenn sie ihre Stellplätze hinter dem Markt einrichten müssten. Die Stadträte müssten sich ganz genau überlegen, ob sie den Einzelhandel überhaupt noch wollten oder ob sie lieber den Konzernen hinterlaufen wollten.

Für SPD-Fraktionssprecherin Ruth Hunds eine unlautere Unterstellung. Schließlich sei der Gemeinderat dazu da, abzuwägen, wie sich die Stadt weiterentwickeln solle. Man sollte nun nicht anfangen, die Wettbewerbsplanung "zu verwässern".

Den Plan des Wettbewerbssiegers nicht einfach abtun

Dies sieht auch ihr Fraktionskollege Hans Häckel so. Man solle nicht gleich wieder eine Planung abtun, die schließlich den ersten Preis im Wettbewerb um die Talplatzgestaltung bekommen habe.

Zudem hält er den Vorschlag des Büros Kölz, zunächst einmal die Parkraum-Potenziale in der Brandeckerstraße und im hinteren Teil der Wasserfallstraße zu nutzen, für sinnvoll. "Dann sehen wir ja, ob wir damit hinkommen. Und nicht gleich das Parkhaus Wettestraße aufstocken. Das kostet ja auch viel Geld," so Häckels Meinung.

Freie-Wähler-Stadtrat Wolfgang Schittenhelm erinnerte daran, dass er bereits vor einem Jahr ein Parkraumkonzept gefordert habe. Dass es nun so lange gedauert habe, "nun, sei’s drum." Vom Ergebnis jedoch sei er enttäuscht. Er habe sich bessere Lösungen für das Tal erhofft.

CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Hauser merkte an, das Parkhaus Wettestraße werde auch von Oberstadtbewohnern als "kostenlose Garage" genutzt. Er wollte wissen, wie lange die Sanierung der Kameralhof-Tiefgarage dauert. Laut Erstem Beigeordnetem soll sie im kommenden Jahr in Angriff genommen werden und die Arbeiten dann drei bis vier Monate in Anspruch nehmen. Zig private Stellplätze werden in dieser Zeit wegfallen. Für deren Nutzer hatte Markus Schaible eine Übergangslösung auf dem Brauerei-Areal vorgeschlagen.

Schaible merkte zudem an, dass der erste Preisträger aus dem Wettbewerb zur Talplatzgestaltung – das Berliner Büro "Capatti Staubach" (Anmerkung der Redaktion) – ein Recht darauf habe, dass auf seinem Planungsstand agiert werde. "Schließlich hat es dafür eine Auszeichnung gegeben." Man könne aber natürlich weitere Anregungen einfließen lassen.

Bürgermeister Hermann Acker verwies dazu auf die geplante Online-Umfrage über die städtische Homepage und die daran anschließende Bürgerbeteiligung mit Zufallsauswahl als Workshop.

Der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Dieter Rinker, monierte, diese "Hausaufgaben" hätte man vor der Auslobung des Wettbewerbs machen sollen, und dürfe nun nicht zu Lasten der Gewerbetreibenden Parkplätze verschieben. Man müsse sich vor einer Neugestaltung des Talplatz darüber im Klaren sein, welchen Bedarf man dort habe.

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