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Oberndorf a. N. Schulsozialarbeiter auch als "Therapeuten" gefordert

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Oberndorf. Auf die Dienste von zwei Vollzeit-Schulsozialarbeitern greift die Stadt Oberndorf über die Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten zurück. Im Verwaltungsausschuss gab Daniel Stamler am Dienstagabend seinen Bericht ab. Seine Kollegin Hannah Renker geht in den Mutterschutz. Über ihren Nachfolger Markus Brandstetter werden wir noch berichten.

An die 2000 Kontakte hatten die beiden Schulsozialarbeiter von September 2017 bis April 2018 – zumeist mit Schülern und Lehrern, aber auch mit Eltern und Netzwerken. Von Einzelfallhilfe und Beratungsangeboten bis hin zur Mitwirkung bei schulübergreifenden Projekten – etwa in Kooperation mit der Stadtjugendpflege – reichen die Aktivitäten.

Stamler und Renker hatten sich die Arbeit an den Schulen aufgeteilt. So war der Sozialpädagoge an der Werkrealschule am meisten gefragt, während seine Kollegin ihren Schwerpunkt an den Grundschulen hatte. Wo nötig oder gewünscht, wurde das Geschlecht der Schüler berücksichtigt, sodass Hannah Renker zu 61 Prozent mit den Schülerinnen zu tun hatte, während Daniel Stamler einen Anteil von 73 Prozent an Jungs hatte.

An den Grundschulen lag der Beratungsbedarf in den Klassen drei und vier am höchsten. An den weiterführenden Schulen waren die Sozialpädagogen hauptsächlich in den Klassen fünf bis sieben gefragt. Dies führte Stamler auf das Alter der Kinder und Jugendlichen zurück – es sei der Beginn der Pubertät.

Themenschwerpunkte der Einzelfallhilfe für die Schüler waren der Umgang mit Konflikten – in der Familie, mit Lehrern oder Mitschülern. Aber auch die Lernmotivation, Berufsfindung. Sucht und Suchtgefährdung, Gewaltdelikte unter Jugendlichen außerhalb des Schulalltags schlugen sich im Bericht nieder.

Eine besondere Herausforderung stellt für Daniel Stamler der fortschreitende Medienmissbrauch dar. Einige Kinder schafften keine Runde mehr in der Turnhalle, weil sie vor "der Glotze" oder dem Internet versumpften.

Das sogenannte Cybermobbing beschäftigt die Schulsozialarbeiter ebenfalls. Das ist das "Fertigmachen" durch Kommentare in sozialen Netzwerken.

Es fehlen einigen Jugendlichen das Bewusstsein, dass die sozialen Normen des realen Lebens auch im Netz gelten.

Dazu kommen psychiatrische oder pädagogische Diagnosen wie ADHS, Asperger, Suchterkrankungen oder kognitive Einschränkungen.

Für ambulante Psychotherapie lange Wartezeiten

Da jedoch die Wartezeiten für ambulante Psychotherapie sehr lange sei, müssten die Schulsozialabeiter zum Teil therapeutische Aufgaben mit übernehmen, für die sie eigentlich nicht ausgebildet seien.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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