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Oberndorf a. N. Kommunalpolitiker, Musiker und Naturfreund aus Leidenschaft

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Klaus B. Panse war begeisterter Musiker. Das Bild mit seinem Tenorhorn entstand 2014 – im 100. Jubiläumsjahr des Musikverein "Stadtkapelle".Foto: Danner Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Langjähriger Stadtrat, CDU-Fraktionssprecher, Bürgermeister-Stellvertreter, Mitinitiator der Bürgerstiftung und der Jugendmusikschule, Vorsitzender der Stadtkapelle und des Bezirksimkervereins – die Liste des ehrenamtlichen Engagements von Klaus B. Panse ist lang. Der Träger des Ehrenrings der Stadt Oberndorf ist am Donnerstag im Alter von 82 Jahren gestorben – überraschend, nach kurzer Krankheit.

Geboren 1938 im brandenburgischen Wittenberge an der Elbe verschlug es Klaus B. Panse als Kind mit seiner Familie kurz nach dem Krieg nach Schwaben. Oberndorf wurde schließlich seine Wahlheimat. Hier absolvierte er bei der Firma Mauser eine Lehre als Kaufmann und gründete seine eigene Familie.

Schon als Jugendlicher war er in den Oberndorfer Musikverein eingetreten. Eigentlich wollte er sich nur ums Vorsingen in der Schule drücken, wie er einmal schmunzelnd erzählte. Er bekam das Tenorhorn zugewiesen und legte es jahrzehntelang nicht mehr aus der Hand. 1975 rief er gemeinsam mit Dietmar Deuringer eine Bläserschule ins Leben. Sie mündete fünf Jahre später in der Gründung der Jugendmusikschule, die es als Karg-Elert-Musikschule noch heute gibt.

Auch kommunalpolitisch war Klaus B. Panse rege. Mehr als 40 Jahre hielt er der CDU als Parteimitglied die Treue, lenkte über fast zwei Jahrzehnte – bis 1999 – als Stadtrat die Geschicke der Stadt Oberndorf mit. Und wenn er von etwas überzeugt war, trat er stets streitbar dafür ein. Neben der Kommunalpolitik und der Musik galt seine Hingabe der Natur. Panse legte bereits Wert auf Ökologie, als der Begriff "Bio" für Lebensmittel noch kaum bekannt war. Als Sprecher des Arbeitskreises Natur und Umwelt (ANU), unter dessen Dach Organisationen wie BUND oder NABU zusammengefasst waren – setzte er sich für Nachhaltigkeit und den Schutz der Natur ein. Als Hobby-Imker legte er an sich selbst strenge Maßstäbe bei der Honigerzeugung und beim biologischen Umgang mit Schädlingen in seinen Bienenstöcken an.

In den vergangenen vier Jahren übernahm Klaus B. Panse eine Aufgabe, die ihn bis an sein Lebensende fordern sollte. Er kümmerte sich um seine schwer pflegebedürftige Frau Johanna. Neben seiner Witwe hinterlässt der nun Verstorbene drei Kinder und sieben Enkelkinder.  Die Trauerfeier für Klaus B. Panse findet am kommenden Dienstag, 18. August, 13.30 Uhr, auf dem Bergfriedhof auf dem Lindenhof statt.

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