Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Oberndorf a. N. Erinnern, versöhnen und ein Zeichen setzen

Von
Mit Länderflaggen ausgestattet zieht der "Marsch des Lebens" durch Oberndorf. Fotos: Danner Foto: Schwarzwälder Bote

Oberndorf. Aufarbeitung der Vergangenheit, Holocaustüberlebenden eine Stimme geben, Heilung und Wiederherstellung zwischen den Nachkommen der Täter- und Opfergeneration und ein Zeichen setzen für Israel und gegen modernen Antisemitismus – so lauten die Botschaften von "Marsch des Lebens".

Die Initiative von Jobst und Charlotte Bittner und den evangelisch-freikirchlichen TOS Diensten aus Tübingen in Deutschland möchte ihre Botschaft in möglichst viele Länder und Kommunen tragen. Am Freitagnachmittag fand so ein "Marsch des Lebens" erstmals in Oberndorf statt.

Am "Buch der Erinnerung" in Altoberndorf sprachen Zeitzeugen und Nachkommen von Familien, die im Dritten Reich gelebt haben. Sie beschrieben den Mantel des Schweigens, der über diese Zeit gelegt worden war. Und wie sie später bei Recherechen herausfanden, dass der eigene Großvater bei der Waffen-SS war. Die Redner entschuldigten sich für das Leid, dass den Juden durch Mitglieder ihrer Familie zugefügt worden war, bekannten sich zum Christentum und zum Staat Israel.

Eskortiert von Polizeiautos führte der Marsch über die Teckstraße dann zum ehemaligen Wohnhaus von Josef Eppstein gegenüber des Bahnhofs. Der Oberndorfer Museumsleiter Anderas Kussmann-Hochhalter berichtete von der Geschichte der jüdischen Familie Eppstein in Oberndorf.

Seinen Abschluss fand der Marsch vor dem einstigen Schuhgeschäft Eppstein, das neben dem Alte Rathaus in der Oberstadt gestanden hatte. Neben Kussmann-Hochhalter erinnerte Dietmar Urban vom Träger- und Förderverein "Ehemalige Synagoge Rexingen" an das Leben der jüdischen Mitbürger in der Region.

Fotostrecke
Artikel bewerten
7
loading

Ihre Redaktion vor Ort Oberndorf

Marcella Danner

Fax: 07423 78-373

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.