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Oberndorf a. N. Bei Mauser-Werken drohen Kündigungen

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Mauser-Werke in Oberndorf am Neckar Foto: Danner

Oberndorf - Bei den Mauser-Werken in Oberndorf ziehen dunkle Wolken auf. In einer Betriebsversammlung wurde den Mitarbeitern nun mitgeteilt, dass die Firma aus der schwierigen wirtschaftlichen Situation Konsequenzen ziehen will. Das war aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren.

Dass Stellen abgebaut werden sollen, wurde bereits im Oktober 2019 bekannt gegeben, damals waren die Ausmaße jedoch noch nicht klar. Die Mauser-Werke Oberndorf, spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Werkzeugmaschinen und industriellen Anlagen vor allem für die Automobilindustrie, hatten mitgeteilt, sich als Reaktion auf ein zunehmend schwieriges Branchenumfeld künftig wieder verstärkt auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und Abläufe, Kapazitäten und Kosten zu optimieren. Damit einher gehe die Notwendigkeit, Mitarbeiter-Kapazitäten, bestenfalls über natürliche Abgänge und Nicht-Nachbesetzungen freiwerdender Stellen, anzupassen, hieß es damals.

64 Mitarbeiter müssen mit Kündigung rechnen

Nun deutet sich an: 64 von 138 Mitarbeitern (ohne Auszubildende) müssen mit einer Kündigung rechnen, wie unsere verlässlichen Quellen verraten. Diese sollen bis 30. September ausgesprochen werden. Nun will das Unternehmen einen Sozialplan erarbeiten und diesen im Laufe der kommenden zwei Wochen dem Betriebsrat vorlegen. Ab 1. September gibt es in den Mauser-Werken keine Kurzarbeit mehr. Zudem wird es Gespräche zu einem Vertrag zur Beschäftigungssicherung geben, wie uns mitgeteilt wurde. "Mauser hat in der Vergangenheit viele Fehler gemacht", heißt es. Nun habe man erhebliche Probleme. Der Umsatz sei eingebrochen. Aufträge, auf die man gehofft habe, seien nicht gekommen. Inwieweit Corona eine Rolle spielt, wurde nicht klar. Die Mauser-Werke zur Management Trust Holding AG in Wien. Ob die Österreicher das Werk in Oberndorf abstoßen wollen, wird vor Ort spekuliert. Die Firma selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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