Das Platzangebot wird auf 109 erhöht.Foto: pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Gemeinderat: Gruppenzusammensetzung beim Projekt "WABE" auf dem Lindenhof ändert sich

Oberndorf. Kein zusätzlicher Raumbedarf und ein geringerer Personalbedarf resultieren aus der Empfehlung des Kommunalverbandes für Jugend und Soziale (KVJS), auf dem Lindenhof eine Kindertagesstätte mit insgesamt 109 Plätzen, davon 32 Krippenplätze zuzüglich fünf Plätzen in der altersgemischten Gruppe, zu realisieren.

Den Beschluss, dass der gemeinnützige Träger "WABE" eine Kindertagesstätte in der Von-Gunzert-Straße auf dem Lindenhof bauen darf, fiel bereits im März 2020. Nun ging es in der Gemeinderatssitzung um die Vertragsgestaltung mit "WABE", die eine Anpassung auf Grundlage des Vorschlags der KVJS beantragt hatte. Mehrkosten entstünden der Stadt keine. Ebenso wenig verändere sich das Bauvorhaben, machte die Stadtverwaltung klar.

Dass unbedingt Bedarf für das Betreuungsangebot bestehe, sei mit Blick auf die gute Entwicklung der Kinderzahlen klar, meinte Hans-Joachim Ahner vom Amt für Kultur, Bildung und Sport. Deshalb sei die Anpassung durchaus zu begrüßen – erst recht, wenn sie sogar von der KVJS empfohlen werde.

Durch die Gemeinderatsbeschlüsse zur Kinderbetreuung auf dem Lindenhof, aber auch in Boll und Aistaig habe man kleine Verbesserungen in Sachen Bedarfsermittlung erzielt, dennoch bleibe die Kinderbetreuung ein wichtiges Thema, so Ahner.

Mit der Erhöhung der Platzanzahl auf 109 ergibt sich nun auf dem Lindenhof eine andere Gruppenzusammensetzung. Die Gruppen ließen sich nun bedarfsgerechter und flexibler gestalten.

Bislang hatte man so geplant: Für Kinder unter drei Jahren sollten zwei Krippen mit verlängerter Öffnungszeit (VÖ) mit jeweils maximal zehn Kindern und zwei Krippen mit Ganztagsbetreuung (GT) mit jeweils maximal zehn Kindern eingerichtet werden.

Für alle, die älter als drei Jahre sind, sollten eine VÖ-Gruppe mit maximal 25 Kindern entstehen und zwei GT-Gruppen mit jeweils maximal 20 Kindern. Die maximale Gruppenbelegung hätte damit bei 105 Kindern gelegen.

Durch die Anpassung ergibt sich nun eine neue Gruppenplanung von einer VÖ-Krippe für maximal zehn Kinder im Alter von eins bis drei Jahren, einer GT-Krippe für maximal zehn Kinder im Alter von eins bis drei Jahren und einer GT-Krippe für maximal zwölf Kinder (zwei bis drei Jahre alt). Zudem entsteht eine altersgemischte Gruppe mit 22 Plätzen, davon fünf für Kinder unter drei Jahren und zwölf für Kinder, die älter als drei Jahre sind. Gegebenenfalls können auch sieben Unter-Dreijährige aufgenommen werden, dann sind aber nur noch maximal acht Kinder über drei Jahren zugelassen. Außerdem sind drei GT-Gruppen für jeweils 20 Kinder über drei Jahren geplant. In der neuen Konstellation entstehen für Kinder unter drei Jahren 32 Krippenplätze für 32 Kinder und für fünf beziehungsweise sieben Kinder 10 oder 14 Plätze in der altersgemischten Gruppe. Für Über-Dreijährige wären je nach Auslastung im Bereich der Unter-Dreijährigen 68 bis 72 Plätze möglich. Somit können insgesamt 107 bis 109 Kinder betreut werden.

"Flexibler zu sein, ist von Vorteil. Ich hoffe, das schlägt sich dann auch positiv auf die Gebührenkalkulation nieder, meinte Dieter Rinker (FWV). Die Änderung wurde bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen beschlossen.

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