Oberbürgermeister Stefan Neher ließ sich den Kauf von weiteren Corona-Schnelltests genehmigen. (Symbolfoto) Foto: Marijan Murat/dpa

Mit den vom Gemeinderat am Dienstagabend nun einstimmig abgesegneten weiteren 10 400 Schnelltests zur Selbstanwendung für den Preis von 101 150 Euro sind die Gesamtkosten für die Stadtkasse auf 190 000 Euro angewachsen. Auf eine entsprechende Anfrage von Emanuel Peter von der Links-Fraktion bezifferte Oberbürgermeister Stefan Neher die gesamten bisherigen Corona-Ausgaben für Rottenburg geschätzt auf rund eine halbe Million Euro.

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Rottenburg - Was davon vom Land ersetzt würde, stehe trotz verschiedener fester Zusagen noch in den Sternen, klagte Neher. Es gebe da "einen endlosen Verhandlungsmarathon. Ich verstehe das Land nicht mehr." Vor allem sei ihm schleierhaft, warum die Regierung in Stuttgart nicht auf die so gut funktionierenden kommunalen Netze vertraue: "Die Krisenbewältigung in Baden-Württemberg ist katastrophal", kritisierte er unmissverständlich.

Verschiedene Stadträte lobten die Rottenburger Eigeninitiative ausdrücklich und machten weitere Vorschläge, etwa einen Test-Bus. Einen Bus habe die Stadt nun nicht eben mal übrig, musste Neher bremsen. Ab Mittwoch nahm in der Zehntscheuer aber ein zweites offenes Testzentrum – nach dem Jugendhaus – für alle Bürger seinen Betrieb auf. In Schulen seien 15 mobile Teams im Testeinsatz, teils auch mit ehrenamtlichen Kräften. Alle Bürger seien ermutigt, sich an weiteren Test-Teams zu beteiligen.

Flächendeckende Tests

In der kommenden Woche, so Neher, wolle man mit den flächendeckenden Schnelltests in den Kindergärten und Kitas beginnen. Die angebotenen Tests unter Aufsicht von Fachpersonal dürften auch Begleitpersonen der Kinder in Anspruch nehmen, "also gern alle Eltern und Großeltern", sagte der Oberbürgermeister.

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