OB Jürgen Roth wirbt für das Projekt "Öffnen mit Sicherheit" und will wie Tübingen Testkommune in Baden-Württemberg werden. (Symbolfoto) Foto: Gollnow

Erwacht das "normale" Leben in Villingen-Schwenningen bald wieder? Das zumindest ist das Ziel des Oberbürgermeisters der Doppelstadt.

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Villingen-Schwenningen - OB Jürgen Roth kämpft für eine Öffnungsstrategie und will Testkommune nach dem Tübinger Modell werden. Am Montag informiert die Stadtverwaltung über Details.

Für das Projekt "Öffnen mit Sicherheit" wirbt Roth mit einem Schreiben an das Staatsministerium und das Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart.

VS möchte ebenfalls Modellstadt werden - aber nach "VS-Variante"

"In der Testung möglichst vieler Personen und der damit verbundenen Teilnahme am wirtschaftlichen und kulturellen Leben sieht der Oberbürgermeister eine große Chance und einen Schritt in Richtung Normalität, denn die Zukunft der Innenstädte stehe auf dem Spiel", teilt die Stadtverwaltung mit. Tübingen sei in Baden-Württemberg die einzige Modellstadt, die die Teilnahme an verschiedenen Gastronomie-, Kultur- oder Einkaufsangeboten mit einem negativen Corona-Testergebnis ermöglicht.

Nach OB Roth soll es nicht dabei bleiben: "Da Villingen-Schwenningen eine vergleichbare Einwohnerzahl/Größe aufweist, können wir uns deshalb sehr gut vorstellen, als weitere Kommune in diese Studie mit einzutreten und ebenfalls als Modellstadt zu fungieren."

Doch da die Tübinger Erkenntnisse nach Jürgen Roths Einschätzung nicht direkt auf den ländlichen Raum übertragbar sein werden und er darüber hinaus Verbesserungspotential sieht, wirbt er bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Sozialminister Manne Luche für einen Modellversuch nach VS-Variante, informiert die Stadt weiter und erläutert: "Das bedeutet: eine Begleitung durch das Gesundheitsamt und das Schwarzwald-Baar-Klinikum, Anerkennung aller gültigen Testergebnisse, Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr mit einer Vielzahl an dezentralen kommunalen Testangeboten, die Anwendung der Luca-App sowie tagesaktuelle Informationen auf www.handeln-fuer-vs.de."

Jürgen Roth hofft und bittet

"Denn wichtig sind nicht nur Öffnung, sondern Sicherheit, Transparenz und Unterstützung gleichermaßen", schreibt Roth. Der Oberbürgermeister macht auch deutlich, was in Villingen-Schwenningen seit Beginn der Corona-Pandemie bereits umgesetzt wurde und auch aktuell angeboten wird: Handelsplattform www.handeln-fuer-vs.de, Erweiterung der Außengastronomie, Erlass von Sondernutzungsgebühren, Testaktion Sicheres Weihnachten, Testung von Kita- und Schulpersonal sowie Durchführung von Bürgertests, Teilnahme an einer Feldstudie mit Riechtest.

Insbesondere weil die Stadt VS bereits seit einem Jahr bestrebt sei, die Stadtbevölkerung wie auch die Gewerbetreibenden bestmöglich zu unterstützen, hofft und bittet Jürgen Roth auf eine positive Antwort und somit um eine Zukunftsperspektive für die Stadt, heißt es abschließend.

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