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Erik Pauly startet in den Wahlkampf und macht sich auf Tour durch alle Straßen in Donaueschingen und den Ortsteilen

Die Oberbürgermeisterwahl in Donaueschingen am 19. Dezember liegt noch dreieinhalb Monate in der Zukunft. Doch Amtsinhaber Erik Pauly, seit 2014 im Amt, startet jetzt schon einmal in den Wahlkampf.

Donaueschingen (blu). Er ließ 12 000 Wahlbroschüren drucken, für jeden Donaueschinger Haushalt eine. Ans Verteilen gehen dabei aber nicht Wahlhelfer, sondern der Oberbürgermeister selbst. Noch im September lädt der OB die Bürger zu elf Rundgängen ein, bei denen er mit den Menschen ins Gespräch kommen will. Auftakt ist am Samstag, 11. September.

Dafür, dass die Wahlkampftermine bereits so früh stattfinden, spielten vor allem zwei Überlegungen eine Rolle. Nachrangig sei der Gedanke gewesen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln würden und ob eine weitere Corona-Verordnung oder ein vierter Lockdown solche Treffen wieder erschweren oder vereiteln würden. "Aber natürlich war mir klar, im Sommer ist Corona eher unproblematischer, als wenn der Winter wieder beginnt", sagt Pauly.

Urlaub genutzt, um Broschüren zu verteilen

Doch der eigentliche Grund war für Pauly: "Ich will bei der Wahl die Broschüre in jedem Haus persönlich ein­werfen." In den Ortsteilen habe er inzwischen überall Broschüren verteilt, jetzt sei er gerade in der Kernstadt unterwegs.

Doch 12 000 Blätter in Donaueschingen und Umgebung einzuwerfen, benötigt Zeit. Zeit, die dem OB nur begrenzt zur Verfügung steht. Deshalb gehe es nur in den Sommerferien, wohlgemerkt in Paulys Urlaub, "sonst könnte ich das nicht schaffen", sagt er. Zumal nach den Ferien auch wieder die Haushaltsberatungen beginnen. Und wenn er die Broschüren jetzt einwerfe, so Pauly, "würde es nicht passen, wenn man erst im November die Wahlkampf-Termine macht." Deswegen seien auch diese so früh angesetzt.

Die Idee dabei sei, dass er jedes Haus in Donaueschingen einmal gesehen habe und zu Fuß die Straßen ablaufe. "Das war für mich ein wichtiges Erlebnis, weil ich Bereiche von Donaueschingen kennengelernt habe, die ich so noch nie gesehen hatte", gibt Pauly zu.

Er habe am Mittwochabend Leute in der Bürgersprechstunde gehabt, "da weiß ich jetzt, wo die wohnen". Doch auch ein weiterer Punkt ist Pauly wichtig: Wenn man über Veränderung in der Stadt spreche, sei es gut, zu wissen, wie die betroffenen Bereiche aussehen.

Der Kandidat Erik Pauly hat nach eigenen Angaben den gesamten Urlaub für die Broschüren-Aktion eingesetzt. Jetzt, wo er wieder arbeite, komme er in der Regel erst um 19 Uhr dazu. "Dann wird es schon schnell dunkel", so Pauly.

Viele Bürger getroffen und Gespräche geführt

Am Wochenende habe er dann den ganzen Tag zur Verfügung. Pauly macht die Aktion Spaß, wie er selbst sagt: "Ich habe sehr viele Bürger getroffen und viele nette Gespräche geführt. Die Leute waren überrascht, dass ich die Broschüren persönlich verteile." Es habe Tage gegeben, da sei er mehr als 20 Kilometer gelaufen.