Die Geschäfte der Unternehmen im Nordschwarzwald laufen laut IHK-Umfrage derzeit bestens. Foto: Spalek

Bei Hälfte der Unternehmen laufen Geschäfte aktuell gut. Ein Viertel will Zahl der Beschäftigten erhöhen.

Nordschwarzwald - Zu Beginn des Jahres hat die Konjunktur in der Region erneut einen Gang zugelegt. Dies ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei 325 Unternehmen. 49 Prozent der befragten Firmen berichten von gut laufenden Geschäften, die Hälfte gibt eine noch befriedigende Geschäftslage an. "Der konjunkturelle Aufschwung hat sich zu Jahresbeginn verstärkt und übertrifft erneut die Einschätzung der Unternehmen auf Landesebene", kommentierte Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald, hocherfreut die Zahlen der aktuellen Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald bei 325 Unternehmen aus der Region.

In den vergangenen vier Monaten legten die Umsätze gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum bei der Hälfte der Unternehmen zu, auch die Ertragssituation hat sich im Vergleich zur letzten Befragung im Herbst verbessert. 42 Prozent können auf eine gute Ertragslage verweisen, knapp die Hälfte gibt sie noch mit befriedigend an.

Die Auftragsbücher sind derzeit besser gefüllt als noch im Herbst vergangenen Jahres. 40 Prozent berichten von höheren, weitere 43 Prozent von stabilen Bestellungen. Die verbesserte Auftragssituation beflügelt die Geschäftserwartungen für die nächsten zwölf Monate. 39 Prozent rechnen mit künftig noch besseren Geschäften, die Hälfte mit einer stabilen Entwicklung. Obwohl der Ausbau der Beschäftigung die Kaufkraft der Verbraucher und damit den Konsum gestärkt hat und die Konjunktur wieder an Fahrt aufgenommen hat, betrachtet die Hälfte der befragten Unternehmen den Inlandsabsatz als Risiko für ihre künftige wirtschaftliche Entwicklung. Es ist deshalb nicht überraschend, dass im Vergleich zur bisher letzten Befragung im Herbst 2013 die Bereitschaft, künftig im Inland zu investieren, leicht zurückgegangen ist. Rund die Hälfte der Unternehmen rechnet jedoch mit einer gleichbleibenden Entwicklung, wobei Investitionen zur Deckung des Ersatzbedarfs dominieren.

Knapp zwei Drittel der Unternehmen geben an, weder in 2013 im Ausland investiert zu haben noch in 2014 dort Investitionen zu planen. Sofern regionale Unternehmen im Ausland investieren, soll dies insbesondere dazu dienen, dem Kunden näher zu sein und damit den Vertrieb und Kundendienst stärken. Dies ist auch bei den Hauptzielregionen der Auslandsinvestitionen – China, Nordamerika und die EU-15-Länder (15 Mitgliedstaaten der Europäischen Union bis April 2004) – der Fall.

Da sich die Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs befindet und Europa auch immer besser aus der Rezession herausfindet, blicken die regionalen Unternehmen bei ihren Exporten zuversichtlich in die Zukunft. 34 Prozent rechnen mit weiteren Ausfuhrsteigerungen in den nächsten zwölf Monaten. Insgesamt gehen zwei Drittel der Firmen im Nordschwarzwald laut IHK-Umfrage davon aus, dass sie künftig ihren gegenwärtigen Personalbestand halten können. Weitere 23 Prozent beabsichtigen sogar, ihre Beschäftigtenzahl zu erhöhen.

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