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Nordschwarzwald Arbeitsmarkt wegen Corona-Krise "gravierend verändert"

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Trotz Corona-Krise gibt es für Arbeitsagenturchefin Martina Lehmann noch gute Nachrichten. Foto: Gauss

Nagold/Nordschwarzwald - "Im Arbeitsmarkt hat sich etwas sehr gravierend verändert", erklärt Martina Lehmann, Chefin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, in einem Pressegespräch. Das Corona-Virus ist mit den Augen nicht wahrnehmbar. Doch: "Die Spuren, die das Corona-Virus hinterlässt, sind mehr als sichtbar", sagt Lehmann.

Demnach sei in Sachen Kurzarbeit in der Region eine Zunahme von rund 30.000 Prozent zu verzeichnen. Dabei handele es sich um den Zeitraum April 2019 bis April 2020.

Insgesamt hätten laut Stefan Gauß, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, im gesamten Agenturbezirk - dazu zählen die Landkreise Calw, Freudenstadt und der Enzkreis - etwa 6000 Unternehmen Kurzarbeit für etwa 100.000 Beschäftigte angezeigt. Damit sei jeder dritte Betrieb betroffen.

"Das betrifft nahezu alle Branchen", so Lehmann. Auch kleine Betriebe, "die sich noch nie mit Kurzarbeit auseinandersetzen mussten". Außerdem gebe es bei der Arbeitslosigkeit einen Anstieg von 50 Prozent. Am stärksten seien jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren betroffen. Im besonderen Maße diejenigen, die keine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen haben, erklärt Lehmann. Dort habe sich die Arbeitslosigkeit verdoppelt.

Leistungen online beantragt

Die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim war jedoch vorbereitet. "Nahezu jede Leistung konnte online beantragt werden", informiert Lehmann.

Positive Nachrichten gebe es dennoch. Laut Lehmann habe man mit etwa 800 Betrieben telefoniert. "Fast alle" würden am Ausbildungsstellenangebot festhalten. Betrieben, die besonders von der Krise betroffen waren, winke nun ab August eine Ausbildungsprämie - wenn sie das Stellenangebot aufrecht erhalten. Diejenigen, die sogar aufstocken, bekämen eine erhöhte Prämie. Außerdem gebe jeder Betrieb, der Kurzarbeit anmeldet, "ein Signal, dass sie nach der Krise durchstarten wollen", so Lehmann. Sie sei überzeugt, dass man gute Chancen habe, aus der Krise zu kommen - "wenn das Konjunkturpaket zündet" und sich das Einkaufsverhalten ändert.

Eine eventuelle zweite Welle der Corona-Pandemie treibt Norbert Weiser, Sozialdezernent des Landkreis Calw, um. "Einen zweiten Lockdown werden wir nicht verschmerzen können", sagt er. Über die Folgen einer zweiten Welle will auch Lehmann "gar nicht nachdenken".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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